Alopezie umfasst nicht nur Haarausfall, sondern auch Felldefekte und gestörtes Haarwachstum.Haarausfall bei Hunden ist meist Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung. Genetische Faktoren spielen eine Rolle, ebenso wie Krankheiten wie Cushing-Syndrom, Addison-Krankheit, Hypo- oder Hyperthyreose. Externe Parasiten, Pilz- und Bakterieninfektionen der Haut, bestimmte Medikamente, hormonelle Störungen, Allergien, Stress, unzureichende Ernährung, Pflegemängel oder Krebs können ebenfalls verantwortlich sein.
Hormone, die das Haarwachstum regulieren, reagieren auf Sonnenlicht und Temperatur. Viele Hunde durchlaufen im Frühling und Herbst starke Fellwechselphasen. In Heimen mit konstanter Klimatisierung haaren sie jedoch oft das ganze Jahr gleichmäßig.
Eine gute Durchblutung versorgt die Haarfollikel mit Nährstoffen und Hormonen für gesundes Wachstum. Bei schlechter Blutzirkulation leidet das Fell.
Ursachen im Detail
Parasiten
Äußere Parasiten wie Flöhe, Zecken, Läuse und Milben verursachen starkes Jucken und Kratzen, was zu Haarausfall führt. Räude kann lokalen oder generalisierten Ausfall auslösen.
Pilzinfektionen
Dermatophytosen führen zu partieller oder vollständiger Alopezie mit Schuppung und Rötung. Manche Pilze sind zoonotisch und können auf Menschen übertragen werden.
Bakterielle Infektionen
Bakterielle Hauterkrankungen verursachen Alopezie mit Rötungen, Krusten und kreisförmigem Haarausfall. Bakterielle Follikulitis ist die häufigste Ursache für multifokalen Ausfall.
Allergien
Allergiker bei Hunden jucken intensiv und beißen oder kratzen sich die Haare aus. Häufige Auslöser:
- Lebensmittelallergien: Getreide (Weizen, Mais, Soja), Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Hefe.
- Inhalationsallergene: Pollen, Zigarettenrauch, Parfums.
- Kontaktallergien: Gras, chemisch behandelte Böden oder Teppiche.
Schlechte Ernährung
Haar braucht konstante Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und Omega-3/6-Fettsäuren, um zu wachsen.
Blutflussstörungen
Haarfollikel werden hauptsächlich über das Blut ernährt. Bei Herzschwäche, niedrigem Blutdruck oder Anämie wird das Fell stumpf und spröde.
– Von Dr. Preeti Mor und Dr. Rohit Kumar
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Betroffene Rassen
- Dackel: Dünneres Fell an Ohren, Bauch und Hals.
- Schilddrüsenunterfunktion: Afghanen, Airedale Terrier, Boxer, Chow-Chow, Cocker Spaniel, Dackel, Dobermann, Englische Bulldogge, Golden Retriever, Deutsche Dogge, Irish Setter, Irish Wolfhound, Zwerg- und Riesenschnauzer, Neufundländer, Pudel, Schottischer Deerhound, Shetland Sheepdogs.
- Morbus Cushing: Beagle, Boston Terrier, Boxer, Dackel, Pudel.
- Langsames Nachwachsen nach Scheren: Siberian Huskies, Alaskan Malamutes, Chow-Chows, nordische Mischlinge.
- Dobermann: Farbverdünnungsalopezie.
- Alopezie X („Schwarzhautkrankheit“): Pomeranian, Chow-Chow, Keeshond, Zwergpudel.
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