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Wasser für Hunde: Der essenzielle Nährstoff – Expertenwissen von Tierärzten

Wasser für Hunde: Der essenzielle Nährstoff – Expertenwissen von TierärztenFoto: Pixabay Viele Tierärzte weltweit sehen Nachlässigkeit beim Wassermanagement bei Haustieren als häufiges Problem. Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr kann Nieren und Leber schädigen und sogar tödlich enden.
Wie viel Wasser ist ausreichend?
Tierarzt Dr. CS Arun empfiehlt für einen 20-kg-Hund 1,2 Liter Wasser täglich. Eine Faustregel: Der Hund sollte 2,5-mal so viel trinken wie er an Futter aufnimmt. Bei 300 g Trockenfutter sind das mindestens 750 ml. In heißem Klima, nach dem Training oder während der Laktation kann der Bedarf auf das 2- bis 3-Fache steigen. Hunde mit Trockenfutter brauchen besonders viel.

Perfektes Wassergleichgewicht
Dr. Indranil Samanta, Spezialist für Veterinärmikrobiologie, betont: Wasser reguliert alle Zellfunktionen. „Es wird ständig zugeführt und verloren – das Gleichgewicht muss effizient aufrechterhalten werden.“

Ursachen für Wassermangel
Meist liegen Managementfehler vor:

  • vergessenes Nachfüllen der Näpfe,
  • Ankettung, die den Zugang erschwert – Vorsicht geboten!,
  • umgeworfene Näpfe,
  • übermäßiges Hecheln oder Speicheln,
  • Fieber, Erbrechen oder Durchfall.

Schon 10 % Flüssigkeitsverlust führen zu schweren Problemen. Dehydrierte Hunde wirken matt, haben trockenes, blasses Zahnfleisch, eingefallene Augen und schlaffe Haut – ein Hautlappen springt nicht zurück.

Ein graves Risiko
„Hunde mit genug Wasser verbrennen Glukose effizienter. Wenig Lust auf Spaziergänge oder Spiel? Oft Dehydrierung. Weitere Zeichen: Hecheln, trockene Schleimhäute, schneller Puls oder im Extremfall hypovolämischer Schock“, erklärt Dr. Samanta. Kranke Hunde trinken weniger, brauchen aber mehr – besonders bei Fieber.

Dehydrierung vorbeugen und bekämpfen
Dr. Arun gibt bewährte Tipps:

  • Regelmäßige Impfungen,
  • kein Zugriff auf Müll oder verdorbenes Futter,
  • frühzeitige Infusionen (i.v., s.c. oder oral),
  • bei Bedarf Zwangsfütterung ohne Erbrechen,
  • Aromen wie Hühner- oder Rindfleisch für mehr Trinkfreude,
  • Trinken vor dem Training erlauben,
  • Näpfe an 2–3 Stellen platzieren,
  • im Sommer Eiswürfel als Belohnung,
  • Leckerli im Napf als Anreiz,
  • kühles Wasser im Sommer, lauwarmes im Winter,
  • ständiger Zugang zu frischem Wasser,
  • zweimal täglich wechseln,
  • auf Reisen mitnehmen.

Mit Beiträgen von Dr. CS Arun und Dr. Indranil Samanta (Tierärzte)

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