Von Paula Fitzsimmons
Wenn Sie mit einer Deutschen Dogge, einem Bernhardiner oder einer anderen Riesenrasse leben, fällt die Suche nach dem passenden Hundebett oft schwer. Diese Hunde benötigen extra große Betten, die optimalen Halt bieten, bequem sind und das Ein- und Aussteigen erleichtern.
Als Haustierbesitzer stehen Ihnen vielfältige Optionen zur Verfügung: orthopädische, erhöhte oder gepolsterte Modelle. Doch wie finden Sie das Richtige für Ihren sanften Riesen?
Gute Unterstützung ist essenziell
Egal welches Bett Sie wählen – eine solide Unterstützung ist unerlässlich. „Riesenhunde leiden häufig unter Arthritis und schätzen einen gemütlichen Ruheplatz. Das passende Bett lindert Gelenkschmerzen, vorbeugt Hautirritationen und schützt Ihre Möbel vor rauer Behandlung“, erklärt Dr. Ari Zabell, Tierarzt bei Banfield Pet Hospital in Vancouver, Washington.
Memory-Schaum kann sich abnutzen, daher raten Experten zu überfülltem Schaum. Dr. Hyunmin Kim, Veterinärleiterin der ASPCA Community Medicine Department, empfiehlt mindestens 2 Zoll Memory-Schaum für orthopädische Betten. „Die meisten Modelle haben 4 Zoll oder mehr, manche sogar 7 Zoll.“
Nicht jeder Memory-Schaum ist gleichwertig: Vergleichen Sie Dicke, Qualität und Dichte sorgfältig, rät sie.
Erhöhte Betten erleichtern den Alltag großer Hunde
„Ein leicht erhöhtes Bett (ca. 30 bis 60 cm über dem Boden) passt besser zum Körperbau von Riesenrassen und erleichtert das Auf- und Absteigen, besonders bei Gelenkproblemen“, sagt der staatlich geprüfte Tierarzt Dr. Zabell.
Zu hohe Betten bergen Risiken: „Ein Bett, in das der Hund klettern muss, belastet die Gelenke und erhöht die Sturzgefahr“, warnt er.
Bei erhöhten Modellen achten Sie auf Stabilität, um Wackeln zu vermeiden, das Hunde stresst, rät Dr. Robin Downing, Direktor des Downing Center for Animal Pain Management in Windsor, Colorado. „Das Gestell darf sich nicht verschieben, wenn der Hund ein- oder aussteigt.“
Eine rutschfeste Oberfläche ist entscheidend, betont Dr. Ann Bancroft, zertifizierte Hunderehabilitationsspezialistin bei MedVet in Columbus, Ohio. „Bei glatten Böden hilft eine Yogamatte oder rutschfester Teppich davor.“
Eine große Matte unter dem Bett bietet Polsterung und Traktion für sicheres Auf- und Absteigen.
Kühlende Betten für warme Tage
Viele Riesenrassen bevorzugen kühle Hartböden im Sommer, erklärt Dr. Zabell. „Doch das schadet Haut, Muskeln und Gelenken. Wir sehen oft stärkere Arthrose, Kallusbildungen oder Hygrome bei Hunden auf harten Flächen – während ihr weiches Bett ungenutzt bleibt.“
Kühlende Alternativen wie das Bett von K&H Pet Products oder die selbstkühlende Unterlage von The Green Pet Shop machen Bodenlagerung überflüssig. „Gel-Kissen oder Netz-Hochbeete sorgen für Luftzirkulation, Halt und Erhöhung“, sagt er.
Passen Sie das Bett an die Vorlieben Ihres Hundes an
Beobachten Sie, wie Ihr Hund schläft, rät Dr. Bancroft: „Wühlt er, rollt er sich ein oder streckt er sich? Liegt er lieber auf Sofa oder Boden?“ Bei Nist-Trends eignen sich kissenförmige Betten mit Polster. Für feste Vorlieben: fester Schaum oder Gelmatte für Kühlung und Polsterung.
Riesenhunde brauchen extra große Betten. „Das Bett sollte etwa ein Viertel länger sein als der liegende Hund und proportional breiter als seine Schulterhöhe“, empfiehlt Dr. Downing, doppelt zertifiziert in Schmerzmanagement und Rehabilitation.
Für Langlebigkeit: Wasserdichte Innenhülle mit waschbarem Bezug aus robustem Material wie Denim, Canvas oder Velours – maschinenwaschbar.
Unsicher? Stellen Sie mehrere Betten auf: eines im Wohnbereich, eines für die Nacht und eines im Schlafbereich, schlägt Dr. Downing vor.