Von Lorie Huston, DVM
Als Katzenbesitzer, besonders als Neuling, fragen Sie sich zu Recht: Wie lange bleibt mein Katzenfreund bei mir? Die durchschnittliche Lebensdauer einer Katze hat sich dank Fortschritten in Medizin und Ernährung stark verlängert. Heute erreichen viele Katzen mühelos über 20 Jahre. Als Tierärztin mit jahrelanger Erfahrung freut mich das sehr. Meine aktuellen Katzen sind noch im frühen Teenageralter, doch einige meiner früheren Gefährten wurden fast 23 Jahre alt.
Innen- vs. Außenkatzen
Beim Thema Katzenlebensdauer muss man Innen- und Außenkatzen unterscheiden. Freilaufende Katzen haben oft eine deutlich kürzere Lebenserwartung. Sie sind Infektionen, Giftstoffen, Witterung, Verkehrsunfällen, Hunden, Wildtieren oder gar Menschen ausgesetzt. Sogar in Städten lauern Raubtiere.
Hochwertiges Futter wählen
Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung ist essenziell für Gesundheit und Langlebigkeit. Passen Sie sie an Alter, Lebensphase und Stil an: Kätzchen brauchen wachstumsförderndes Futter, Senioren oft kalorienreduziertes oder spezielle Diäten. Vermeiden Sie Überfütterung. Ihr Tierarzt berät optimal basierend auf Alter, Kastrationsstatus, Gesundheit und mehr.
Auf ausreichend Wasser achten
Viele Katzen trinken zu wenig. Fördern Sie den Wasserverbrauch mit Nassfutter (höherer Feuchtigkeitsgehalt), Trinkbrunnen, tropfenden Hähnen oder Wasser im Trockenfutter.
Bewegung nicht vergessen
Schlankheit und Fitness verlängern das Leben. Übergewicht birgt Risiken wie Diabetes, Herzkrankheiten, Haut- oder Atemprobleme. Spielen Sie täglich mit interaktivem Spielzeug oder nutzen Sie Futterpuzzles. Unsicher, ob Ihre Katze zu schwer ist? Nutzen Sie das Gesundes Gewicht-Tool von petMD.
Kastration/STERILISATION in Betracht ziehen
Der Banfield Pet Hospital Report 2013 zeigt: Gekastrierte Katzen leben länger. Zudem reduzieren sie problematische Verhaltensweisen wie Markieren oder Sprühen.
Umwelt bereichern
Indoor-Leben ist sicher, kann aber langweilig sein. Reizen Sie mit Spielzeug, Kratzbäumen, Sitzstangen – für geistige Fitness und weniger Stress.
Zahn- und Mundhygiene priorisieren
Mundpflege wird bei Katzen oft vernachlässigt, doch über 3-Jährige haben meist Zahnprobleme. Diese schmerzen und erschweren Fressen. Kombinieren Sie Heimroutine (Bürsten, Tücher, Spülungen) mit tierärztlicher Profireinigung unter Narkose – nur so finden sich versteckte Probleme. Katzen verbergen Schmerzen meisterhaft.
Regelmäßige Tierarztchecks
Jährliche Untersuchungen sind Pflicht: Von Nase bis Schwanz, plus Labortests. Katzen maskieren Krankheiten; Ihr Tierarzt erkennt Frühzeichen, die Ihnen entgehen.
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Bild: Stokkete / Shutterstock
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