Als erfahrene Reptilienhalter und Tierpfleger wissen wir: Viele Reptilienarten fressen lebende Nagetiere, was zu schmerzhaften Bissen und Infektionen führen kann. Diese Verletzungen sind eine häufige Ursache für gesundheitliche Probleme bei Terrarientieren.
Symptome und Typen
Betroffene Reptilien zeigen sichtbare Bissspuren oder Wunden überall am Körper. Ohne Behandlung entzünden sie sich, schwellen an und füllen sich mit Eiter. In schweren Fällen entwickeln sich Geschwüre oder tiefe offene Wunden.
Ursachen
Reptilien, die an lebendes Futter gewöhnt sind, sind besonders gefährdet – vor allem, wenn sie geschwächt, krank oder appetitlos sind. Das Nagetier wehrt sich dann und beißt. Auch offene Terrarien können unerwünschte Nagetiere anlocken, die im Haus umherstreifen.
Behandlung
Lassen Sie Ihr Reptil umgehend von einem spezialisierten Tierarzt untersuchen. Nach gründlicher Reinigung und Desinfektion trägt der Arzt ein lokales Antibiotikum auf, um Infektionen zu verhindern oder zu bekämpfen. Bei eitrigen Wunden erfolgt eine chirurgische Entleerung plus Antibiotika-Injektion.
Prävention
Verwenden Sie nach Möglichkeit totes Futter: A) Freezen Sie Nagetiere ein und tauten Sie sie vor der Fütterung auf, oder B) töten Sie sie vor dem Einsetzen ins Terrarium. Entsorgen Sie ungegessenes Futter innerhalb von 24 Stunden. Sichern Sie das Gehege zudem gegen Eindringlinge ab.