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Was ist Reitkunst wirklich? Die tiefe Kunst des Umgangs mit Pferden – Von Profi-Trainerin Ellison

Ellison ist eine erfahrene professionelle Pferdetrainerin und Reitlehrerin. Sie leitet ein Sommerlagerprogramm und führt Kinder sicher in die Welt der Pferde ein.

Was ist Reitkunst wirklich? Die tiefe Kunst des Umgangs mit Pferden – Von Profi-Trainerin Ellison

Definition der Reitkunst

Reitkunst (Substantiv) beschreibt die Fähigkeit, Pferde sicher zu handhaben und zu reiten – eine Fertigkeit, die durch gezieltes Training erworben wird.

Das ist die knappe technische Definition. Doch für uns, die wir tief in dieser Welt versunken sind, geht es weit darüber hinaus.

Als Kinder bitten wir unsere Eltern nicht um "Reitunterricht". Wir wollen einfach "Reitstunden". So startet die typische Familie ohne Pferdeerfahrung: Sie sucht einen nahegelegenen Hof und meldet das Kind an.

Vielleicht ahnen sie, dass mehr als nur Reiten dabei herauskommt, doch für sie ist das Pferd zunächst nur ein Mittel zum Zweck. Ohne Pferd kein Reiten, richtig?

Wir alle beginnen unsere Reitkunst-Reise in unterschiedlichen Lebensphasen und aus verschiedenen Motiven. Manche lieben Pferde und wollen einfach bei ihnen sein, andere streben Wettkampferfolge an. Wieder andere werden von Eltern angemeldet oder folgen Geschwistern.

Was ist Reitkunst wirklich? Die tiefe Kunst des Umgangs mit Pferden – Von Profi-Trainerin Ellison

Uns verbindet die Faszination für Pferde – seit Jahrhunderten fesseln uns ihre Schönheit und Kraft. Wir wollen mit ihnen interagieren und sie verstehen.

Egal ob enthusiastisch oder widerwillig: Wir lernen zunächst Grundlagen wie sicheres Umgang, Striegeln, Satteln und dann das Reiten.

Reiten erweist sich schnell als anspruchsvoller und weniger glamourös als erwartet. Viele hören hier auf – zu hart, zu schmutzig.

Die Bleibenden erkennen die Herausforderungen – körperlich und emotional. Sie heben sich von der Masse ab und beginnen die echte Reise der Reitkunst.

Das Pferd wird kein Werkzeug mehr, sondern ein lebendiges Wesen mit eigenem Denken und Kommunikation. Hier entsteht eine tiefe Verbindung.

Ein guter Reiter nimmt jede Nuance wahr – am Boden und im Sattel. Er schätzt Pferde als Beutetiere, versteht ihr Verhalten und respektiert ihre Individualität.

Sie entwickeln einen sechsten Sinn: Typisches vs. untypisches Verhalten erkennen, große Tiere selbstbewusst führen, ohne zu ängstigen. Kommunikation durch Körpersprache, Druck und Release – und schließlich unter dem Sattel.

Reitkunst ist Balance: Richtiges leicht, Falsches schwer machen, durch Belohnung statt Strafe. Es bedeutet, das "Warum" hinter dem Verhalten zu verstehen, um unsere Sprache zu vermitteln.

Reitkunst kennt jede Narbe am Pferdekörper, spürt frühzeitig Unwohlsein – durch jahrelange Nähe.

Viele gute Reiter sind keine wahren Reitkünstler. Reiten ist nur ein kleiner Teil. Erfolg erfordert, Schüler des Pferdes zu sein – lebenslang lernend.

Gute Reiter hören nie auf zu lernen. Für mich als Trainerin ist es eine Lebensaufgabe. Ich wundere mich, warum nicht alle den Wert sehen.

Wie kann man nur reiten wollen? Pferde sind mehr. Deshalb spreche ich von einer Reitkunst-Reise: Höhen und Tiefen, nie endend.

Nicht jeder teilt diese Leidenschaft – und das ist okay. Genießen Sie Pferde auf Ihre Weise. Doch wahre Reitkunst ist für die Engagierten: Ego beiseite, Pferdenatur verstehen, eigene Fehler suchen, Nuancen wahrnehmen.

Wenn Sie das sind, sind wir gleich. Genießen und lernen Sie weiter! Anderen fällt es schwer, das zu verstehen – doch jeder freue sich an Pferden passend für sich.

Wahre Reitkunst braucht Engagement, Lernbereitschaft und Ausdauer. Haben Sie das Zeug dazu?

Was ist Reitkunst wirklich? Die tiefe Kunst des Umgangs mit Pferden – Von Profi-Trainerin Ellison