Ellison ist eine erfahrene Pferdetrainerin und Reitlehrerin. Sie leitet ein Sommerlagerprogramm und führt Kinder sicher in die Welt der Pferde ein.

Was bedeutet 'Grade' bei Pferden?
Ein Grade-Pferd ist ein Pferd unbekannter Abstammung – ein Mischling. Der Begriff 'Grade' ist vergleichbar mit einem 'Köter' bei Hunden. Ich verwende den Ausdruck nicht abwertend! Einige der besten Hunde und Pferde, die ich je besessen habe, waren keine Reinrassigen.
Ist ein Grade-Pferd weniger wünschenswert als ein Reinrassiges?
Wenn Sie einen sicheren Reitpartner oder ein Wanderpferd suchen, macht es keinen Unterschied, ob es ein Grade-Pferd oder ein Reinrassiges ist. Entscheidend ist, ob es Ihren Anforderungen entspricht.
Viele bevorzugen bestimmte Rassen und kaufen daher Reinrassige. Manche Rassen sind für spezifische Talente gezüchtet, wie Vollblüter für den Rennsport oder Quarter Horses für das Ranchwork.
Für Disziplinen mit Rasseverbänden wie der AQHA benötigen Sie ein registriertes Pferd, um teilzunehmen.
Viele Reiter in rassespezifischen Disziplinen haben kein Problem mit nicht-registrierten Pferden. Hauptsache, das Pferd ist gesund und leistungsfähig.

Die Vorteile eines reinrassigen Pferdes
Ein großer Vorteil ist die Teilnahme an Rasseshows, z. B. für Quarter Horses, Off-Track-Vollblüter oder Araber.
In Disziplinen, in denen eine Rasse glänzt, eröffnen Reinrassige die Türen zu speziellen Shows. Bei Grade-Pferden sind diese optionen nicht verfügbar, aber unzählige offene Shows und Disziplinen stehen offen. Lassen Sie sich nicht vom Fehlen von Papieren abschrecken, wenn das Pferd perfekt passt.
Bei Stuten kann ein Reinrassiges als Zuchtstute wertvoll sein – ein Plus, falls es verletzt wird und nicht mehr reitbar ist. Grade-Pferde werden selten für die Zucht genutzt.
Spaß macht auch die Recherche der Abstammung mit Fotos und Erfolgen der Eltern. Das geht bei Grade-Pferden nicht, ist aber kein entscheidender Faktor beim Kauf.

Wie alt ist es?
Ein Nachteil von Grade-Pferden: Ohne Papiere ist das genaue Alter schwer zu bestimmen. Zahnkontrolle gibt eine Schätzung, besonders bei Älteren Tieren.
Bei Pferden mit vielen Vorbesitzern gerät das Alter oft durcheinander – nicht absichtlich, sondern durch Zeitverlauf.

Kosten
Reinrassige Pferde kosten nicht immer mehr. Ein Grade-Pferd mit starker Wettbewerbsbilanz kann teurer sein als ein untrainiertes Reinrassiges. Gut trainierte Reinrassige sind meist teurer, aber nicht immer.
Preise hängen von Faktoren wie Verkaufsdruck oder gesundheitlichen Einschränkungen ab. Teuer bedeutet nicht immer Reinrassig, billig nicht immer Grade.

Einige meiner besten Pferde waren Grade-Pferde
Mehrere meiner Top-Pferde waren Grade. Für mein Unterrichtsprogramm und Ponyreiten zählt Sicherheit, nicht die Rasse. Fehlende Papiere stoppen mich nicht, wenn es passt.
Für Einsteiger steht eine sichere, positive Erfahrung im Vordergrund – ob Grade oder nicht.
Reinrassige für eine bestimmte Rasse zu wählen ist legitim, engt die Auswahl aber ein. Wenn es Ihr Wunsch ist, lohnt es sich.
