Ellison ist eine erfahrene professionelle Pferdetrainerin und Reitlehrerin. Sie leitet ein Sommerlagerprogramm und führt Kinder sicher in die Welt der Pferde ein.
Häufige Probleme für Anfängerreiter
Haben Sie Schwierigkeiten, Ihr Pferd auf der Schiene der Reithalle zu halten? Fühlt es sich an, als ob es in Kurven kippt und unausgeglichen wirkt? Jeder Reiter stößt irgendwann darauf – seien Sie vorbereitet und lernen Sie die Ursachen sowie effektive Korrekturen kennen.
Warum tun Pferde das?
Warum lassen Pferde ihre Schultern in Kurven fallen und lehnen sich gegen innere Hand und Bein? Aus meiner langjährigen Praxis als Trainerin kenne ich zwei Hauptgründe. Beide lassen sich beheben – und das Gefühl der Kontrolle wird schnell zurückkehren!
Grund 1: Der Reiter lehnt sich ein
Wenn der Reiter sich in den Kreis hineinlehnt, gerät alles aus dem Gleichgewicht. Die innere Schulter sinkt, das Gewicht auf den Sitzknochen verteilt sich ungleich, und der Reiter ist nicht mehr zentriert.
Das innere Bein formt die Biegung des Pferdes. Bei Vorlehnen rutscht es jedoch nach hinten – nutzlos für die Balancehilfe. Zudem sinkt mit der Schulter die innere Hand ab, was die Anhebung der inneren Pferdeschulter verhindert. Merken Sie: Wir reiten das gesamte Pferd – Hände für das Vorderteil, Beine für den Körper.
Grund 2: Fehlendes Training oder Faulheit
Bei jungen, unerfahrenen Pferden fehlt das Balancieren noch. Bei gebrochenen Schulpferden ist es oft pure Faulheit: Kleinere Kreise bedeuten weniger Schritte, weniger Arbeit.
Pferde fallen ein, wenn sie das innere Bein nicht verstehen – sie müssen lernen, sich vom Druck zu lösen. Bodenarbeit ist hier ideal für Jungpferde. Dieser Artikel richtet sich an weniger erfahrene Reiter auf gut trainierten Pferden; das Training grüner Pferde ist ein separates Thema.
Meist ist es eine Mischung aus Reiterfehlern und Pferde-Faulheit. Sobald Reiter ihre Position bewusst einsetzen, wird die Korrektur einfach.

Übung 1
Starten Sie im Schritt auf der Schiene. Spüren Sie beide Sitzknochen gleich? Sind Zügel gleich lang mit Kontakt vom Ellbogen über Hand zum Gebiss? Testen Sie: Wackeln Sie mit den Fingern – das Gebiss bewegt sich spürbar.
Rollen Sie Schultern hoch und zurück, als zöge eine Schnur am Helm. Gewicht gleich auf beide Füße, aufrechte Schultern, Hüfte-Fersen-Linie.
Treiben Sie nun mit mehr Energie. Faule Pferde drücken dann oft die Schulter runter. Heben Sie zuerst die innere Hand – das positioniert Ihren Sitzknochen neu und aktiviert das Bein. Nutzen Sie eine Gerte für Korrekturen.
Marschieren Sie um die Arena, prüfen Sie Position. In Ecken: 15-Meter-Kreis. Innere Hand am Widerrist halten, viel inneres Bein für Biegung. Bei Lockerung des Pferdes Bein entspannen, aber bereit halten.
Visuelle Hilfen wie Kegel helfen manchen. Bleiben Sie im Kreis, bis das Pferd ausgeglichen ist. Dann zurück zur Schiene – korrigieren Sie Fallen mit innerer Hand hoch, Bein ansetzen, dann belohnen.
Üben Sie intensiv: Bald wird es Muskelgedächtnis. Korrigieren Sie präventiv, in beide Richtungen, vom Schritt zum Trab zum Galopp.

Übung 2
20-Meter-Kreis, volle Energie. Äußeres Bein drückt den Körper hinein, innere Hand hebt Schulter (höher als äußere). Drehen Sie sich um, schauen Sie die Richtung – Sitzknochen und Hüften lenken, Hände heben beide Schultern.
Spiralen Sie kleiner: Äußeres Bein schraubt hinten rein, Körperausrichtung führt. Übertreiben Sie bei Bedarf mit Gerte. Vermeiden Sie nur innere Hand – das schwingt das Hinterteil raus.
Zum Vergrößern: Inneres Bein an, Hände hoch/außen, äußeren Zügel lösen für Raum. In beide Richtungen, Schritt bis Galopp.
Übung 3
Auch ideal am Boden: Drehen Sie den Kopf sanft zum Huf, anderer Zügel weich. Hand hoch für Schulterhaltung. Am Start kreist es vielleicht – lösen, loben.
Fortschritt: Biegen ohne Kreis. Mit Halfter/Führleine oder Leckerli unterstützen. Ziel: Schultern hoch, gerader Bogen zum Fuß.
Lassen Sie sich beobachten und fragen Sie Ihren Trainer
Eine Bodenperson meldet Vorlehnen oder fallende Hand. Subtile Fehler brauchen oft Trainerblick. Sprechen Sie an, was Sie spüren – wir sehen vieles, brauchen aber Ihr Feedback.

Reiten ist Multitasking pur
Gutes Reiten: Spüren, korrigieren, balancieren. Bauen Sie zentrierte Position auf – Schulter-Hüfte-Ferse. Diese Übungen habe ich selbst und mit Schülern erprobt: Sie schärfen Positionsbewusstsein und beheben Gewohnheiten.
Nehmen Sie Verantwortung: Besserung beginnt beim Reiter. Dieser Inhalt basiert auf der Expertise der Autorin und ersetzt keine individuelle Beratung durch einen qualifizierten Trainer.