Ellison ist eine erfahrene professionelle Pferdetrainerin und Reitlehrerin. Sie leitet ein Sommerlagerprogramm und führt Kinder sicher in die Welt der Pferde ein.

Einen Plan haben
Wir stoßen alle hin und wieder auf Herausforderungen mit unseren Pferden, die wir lösen können – es braucht nur Zeit und Konsequenz.
Aus meiner langjährigen Praxis als Trainerin weiß ich: Ein schriftlicher Trainingsplan hilft enorm, auf Kurs zu bleiben und Ziele zu erreichen. Da Pferde unvorhersehbar sind, passt nicht immer alles in den Plan. Deshalb ist ein Trainingstagebuch unverzichtbar, um Fortschritte zu dokumentieren und anzupassen.
Inhalt eines Trainingsplans
Beginnen Sie mit Ihrem Ziel – nennen Sie es "Ziel" oder "Monatsziel". Schätzen Sie realistisch ein, wie viele Tage pro Woche Sie trainieren können. Zerlegen Sie das Problem in kleine, machbare Übungen. Der Plan macht das Anliegen greifbar und gibt klare Schritte zur Verbesserung.
Inhalt eines Trainingstagebuchs
Notieren Sie jeden Ritt detailliert: Wetter, Ablenkungen, Ihre oder die Kondition des Pferdes. Dokumentieren Sie Erfolge und Misserfolge, Probleme für Trainerbesprechungen. So erkennen Sie Muster und optimieren Sie zukünftige Sessions.

Monatspläne
Ich erstelle Pläne monatsweise: Genug Zeit für Gewohnheitsbildung und Anpassungen an Unvorhergesehenes wie Ausfälle oder Verletzungen. Pferde sind Meister unerwarteter Wendungen.
Nichts ist in Stein gemeißelt
Beim Aufsitzen spüren Sie sofort den Tag des Pferdes. Passen Sie an: Analysieren, planen Sie um und notieren Sie im Tagebuch. Rückblicke zeigen Fortschritte und bewährte Übungen. Mit mehreren Pferden entsteht eine unschätzbare Referenz – plus sichtbarer eigener Fortschritt als Reiter.
Beispiel
Hier ein Auszug aus einem Plan für ein Pferd mit Trab-Galopp-Übergängen, September, 3 Tage/Woche ab 3.9.
Monatsziel: Übergänge vom Trab zum Galopp verbessern.
Seiten pro Trainingstag:
- 3.9.
- 5.9.
- 7.9.
- 10.9.
- 12.9.
- 14.9.
- 17.9.
- 19.9.
- 21.9.
- 24.9.
- 26.9.
- 28.9.
Pläne flexibel: Verschiebung? Neues Datum notieren.
In kleine Schritte zerlegen und Tagesplan schreiben
3.9.: Normaler Ritt (Schritt, Trab, Galopp), Problemursache identifizieren und fokussieren. Beispiel: Pferd ignoriert Beinhilfe – Üben Vorwärts-Trab, Halbparaden für Reaktivität. Gerte einsetzen.
5.9.: Aufwärmen, Vorwoche fortsetzen. Nächstes: Vorhand erleichtern. Trab-Übungen mit Halbparaden, Gewicht fühlen, Hände leicht heben.
7.9.: Leichter Tag: Halbparaden im Schritt/Trab, positives Ende (Spaziergang, Baden).
10.9.: Auffrischung, Trab-Galopp-Hilfen differenzieren: Vorwärts-Trab, Halbparade, Galopphilfe (außeres Bein zurück, Gerte). Mit Figuren abschließen.
12.9.: Galopphilfe verstärken, kurze Galoppsprünge, zurück Trab.
14.9.: Je nach Fortschritt: Spaßritt oder Fokus auf ein Element, positiv beenden.

Flexibilität einplanen
Änderungen sind normal – Pferde lernen individuell. Methodisches Training deckt Lücken auf und schließt sie.
Realistische Ziele
Bewerten Sie ehrlich Fähigkeiten – Erfolge motivieren.
Ritte protokollieren
Notizen sind Referenz, Hilfestellung für Trainer, sichtbare Fortschritte. Lohnt die Mühe!
