Als soziales Wesen brauchen nicht nur Sie Gesellschaft – Ihre Hunde sehnen sich ebenso nach Artgenossen. Pet Social Meets sind der aktuelle Hit unter Hundebesitzern in Pune. Immer mehr Haustierbesitzer erkennen: Hunde müssen sich mit ihrer Rasse austauschen, um soziale Bedürfnisse zu erfüllen.
Poduval, Inhaberin des Peppy Paws Pet Resorts und Organisatorin solcher Events, erklärt: „Wir veranstalten diese Treffen das ganze Jahr über, in den Sommerferien jedoch jedes Wochenende. Ziel ist es, Hunde durch Spiele und Aktivitäten zusammenzubringen und zum Interagieren anzuregen.“ Sie ergänzt: „Viele Besitzer sehen ihre Hunde als Familienmitglieder. Doch Tiere, früh von ihrem Rudel getrennt, profitieren enorm davon, sich regelmäßig mit Artgenossen zu treffen – essenziell für gesundes Wachstum.“
Die Events umfassen Schwimmen, Wasserspiele, Agility-Parcours, Spaziergänge und mehr. Manche Gruppen feiern sogar Hundgeburtstage, Partys oder organisieren Fashion-Walks und Modenschauen.
Shyju Mathew, Werbefachfrau und Labrador-Besitzerin, berichtet von der Teilnahme letzten Monats: „Mein sechs Monate alter Rainbow erlebte erstmals so viele Hunde zusammen. Sein Glück war offensichtlich. Wir staunten, wie verspielt er mit den anderen Welpen wurde – ein Aspekt, der zu Hause verborgen bleibt. Nun planen wir regelmäßige Besuche.“
Nicht jedes Tier gewöhnt sich sofort: „Unser einjähriger Boxer, ein Fundhund, brauchte drei Events, um sich wohlzufühlen“, erzählt Pradnya Shirole. „Zuerst war er von großen Hunden eingeschüchtert, wedelte ängstlich mit dem Schwanz. Nach drei Mal fühlte er sich sicher und spielte mit.“
Shalaka Mundada, Hundezüchterin und Inhaberin von Pet Sitters, die ebenfalls Events ausrichtet, betont: „Hunde bilden keine emotionalen Rudelbindungen wie Menschen, übernehmen aber Verhaltensweisen von Älteren. Jeder Hund ist einzigartig – introvertiert oder extrovertiert. Ihre Körpersprache verrät alles: Knurren signalisiert Abneigung. Wichtig: Korrekte Begrüßung lernen.“
Sie fügt hinzu: „Besitzer müssen immer dabei sein und die Signale ihres Hundes deuten. Bei Stress früh eingreifen.“
Priti Chauhan, Expertin für Tierverhalten und Therapeutin, warnt: „Das Sozialisierungsfenster schließt sich nach fünf Monaten. Danach bleiben viele Hunde ein Jahr isoliert wegen Impfungen – entspricht sieben Menschenjahren. Das kann zu Aggression, Schüchternheit oder Territorialverhalten führen, vor allem bei Wachhunden.“ Sie rät: „Nehmen Sie Welpen ab zweieinhalb Monaten mit. Ältere Hunde freundschafen sich schwerer außerhalb der Familie.“