Katzenkratzfieber – eine bakterielle Infektion durch Bartonella henselae
Wenn von Katzenkratzfieber die Rede ist, meinen wir nicht das Lied von Ted Nugent, sondern eine Infektion mit dem Bakterium Bartonella henselae. Dieses Bakterium wird von Katzen übertragen, vor allem durch Kratzer oder Bisse.
Die Katzenkratzkrankheit (CSD) wird hauptsächlich von Kätzchen weitergegeben. Etwa 40 Prozent der Katzen sind Träger, doch die Infektionswahrscheinlichkeit beim Menschen ist gering: Schätzungsweise 2,5 von 100.000 Personen erkranken jährlich. Besonders betroffen sind Kinder unter 10 Jahren. Als erfahrener Tierarzt rate ich: Keine Panik notwendig, aber Achtsamkeit schadet nie.
Schwere Verläufe sind selten und betreffen vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem. CSD kann Symptome anderer Erkrankungen imitieren und ist daher nicht immer leicht zu diagnostizieren. In den meisten Fällen klingen die Beschwerden innerhalb weniger Wochen von allein ab. Bei anhaltenden Symptomen verschreiben Ärzte gezielt Antibiotika.
Typische Anzeichen: Die Kratzwunde entzündet sich mit Rötung, Schwellung und Eiterbildung. Nach 1–2 Wochen folgen geschwollene Lymphknoten, leichtes Fieber, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Katzen zeigen keine Symptome, und auch Hunde oder andere Tiere können Träger sein.
CSD ist nicht zwischen Menschen ansteckend – keine Quarantäne erforderlich. Da Flöhe das Bakterium auf Katzen übertragen, empfehle ich konsequente Flohprophylaxe für Tier und Zuhause. So minimieren Sie Risiken und genießen sorgenfrei die Zeit mit Ihrem Liebling.