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Alarmierender Anstieg viraler Tierquälerei-Videos in Indien: Taxifahrer nach brutaler Hundemishandlung festgenommen

Alarmierender Anstieg viraler Tierquälerei-Videos in Indien: Taxifahrer nach brutaler Hundemishandlung festgenommenEin Taxifahrer namens Dinesh wurde am Montag festgenommen, nachdem er auf Facebook ein Video hochgeladen hatte, in dem er einen streunenden Hund am Hinterbein packte, ihn einige Sekunden herumwirbelte und schließlich gegen ein Auto schleuderte.

Dinesh, der für ein privates Taxiunternehmen arbeitet, lud das 23 Sekunden lange Video am 9. Juli hoch. Laut Experten von Tierschutzorganisationen und NGOs in Delhi ist er jedoch nicht allein: In Indien gab es im vergangenen Jahr einen dramatischen Anstieg solcher viraler Videos mit Tierquälerei.

"Im letzten Jahr ist die Zahl der Tierquälerei-Videos um 50 Prozent gestiegen. In der vergangenen Woche habe ich allein vier ähnliche Fälle entdeckt. Am Montagabend um 23 Uhr, als ich auf der Polizeiwache eine Anzeige gegen Dinesh stellte, stieß ich auf ein weiteres Video aus Punjab. Die Zahlen steigen alarmierend", erklärt Gaurav Sharma von People for Animals (PFA) in Delhi.

"Täter löschen solche Videos oft schnell, sobald sie die Strafbarkeit erkennen. Die Cyberkriminalitätsabteilung der Polizei protokolliert gemeldete Fälle, doch Gewaltvideos gegen Tiere mehren sich in sozialen Medien", bestätigt ein PETA-Vertreter aus Mumbai.

"Die Gier nach Likes treibt grausame Menschen dazu, Tiere zu misshandeln, um Aufmerksamkeit zu erregen", sagt Anubhav, Tieraktivist bei Fauna Police und Mitglied des Delhi Advisory Board for Animal Welfare. "Früher stammten solche Videos meist aus dem Ausland, wie eines, in dem Kinder einen Esel von einer Brücke warfen. Doch seit zwei Jahren tauchen sie zunehmend in Indien auf."

"Wenn man sieht, wie diese Videos viral gehen und von Unmenschen geliked werden, fühlt man sich hilflos. In den letzten Monaten sind mindestens 30 bis 35 solcher Clips online aufgetaucht", berichtet Niti von einer NGO.

"Die Täter weisen oft psychische Störungen auf. Sie finden Gefallen an Grausamkeiten, wachsen in tiersensiblen Umfeldern auf und erkennen den Ernst nicht", ergänzt Gaurav Sharma.

Ist Tierquälerei strafbar?
"Ja, das Zufügen von Schmerzen und Leiden an Tieren verstößt gegen Abschnitt 11 des Prevention of Cruelty to Animals Act (PCA) von 1960 sowie Abschnitte 428 und 429 des Indian Penal Code (IPC) von 1860. Strafen umfassen bis zu fünf Jahre Haft, Geldstrafen oder beides – abhängig vom Richter", erläutert Saurabh Gupta von PFA. Polizeiquellen bestätigen: Bei Meldungen von Tierschützern werden Fälle bearbeitet.