Für die Verantwortlichen des Swamiji Sadak Young Bengal Club in Behala verlief die Durga Puja letztes Jahr anders als je zuvor. Im Vereins-Teich entdeckten sie ein fischähnliches Wesen, das sie verwirrte und einen starken Rückgang der Fischbestände offenbarte. Viele gängige Zwergfische und Pomfrets waren verschwunden. Die drei Fuß lange Kreatur wurde als Plecostomus identifiziert – besser bekannt als Krokodilfisch. Dieser in Südamerika heimische Fisch taucht dank Aquarienliebhaber häufig in Gewässern Südostasiens, einschließlich Indien, auf.
Aquarienbesitzer setzen exotische Fische aus verschiedenen Gründen in lokale Seen und Teiche aus – eine massive Umweltgefahr. Häufige Motive: wachsende Fische, Langeweile mit einer Art oder Umzüge. In größeren Gewässern wachsen diese Exoten übermäßig und verdrängen oder fressen kleinere einheimische Arten.
Gautam Guptaa, erfahrener Fischzüchter und Berater, warnt: „Viele Hobbyisten ignorieren die Ethik der Fischhaltung. Sie kennen die Folgen nicht oder scheren sich nicht darum. Ich kenne Fälle, in denen regelmäßig Fische freigelassen werden – sogar Piranhas.“
Viele städtische Gewässer sind von wertlosen exotischen Zierfischen verseucht. Subhash Dolui, Vertragsfischer mit 18 Jahren Erfahrung um Kalkutta, fängt seit fünf Jahren in jedem Teich mindestens fünf Zierfischarten. Dadurch schrumpft die Population einheimischer Fische rapide.
„Vor 10 Jahren gab es in lokalen Teichen vielfältige Puti-Arten. Heute sind sie weg. Die Fischzahlen sinken täglich, unsere Optionen schwinden“, ergänzt Subhash. Er findet oft Welse, exotische Karpfen, Buntbarsche und Goldfische.
Asok Kanti Sanyal, Vorsitzender des West Bengal Biodiversity Board, bestätigt das Problem: „Keine eigene Studie, aber negative Effekte aus Nachbardistrikten sind bekannt. Invasive Exoten werden künstlich eingeführt, fressen einheimische Fische oder verdrängen sie durch Aggressivität und schnelle Vermehrung.“ Häufige Übeltäter: Tilapia und Afrikanischer Wels (Rakhhushe Magur), die Kalkuttas Teiche zerstören.
Tilapia, farbenfroh und aquarienbeliebt, stammt aus Hunderten Arten weltweit. In Bengalen seit den 1970ern kultiviert, boomt die kommerzielle Zucht seit den 1990ern.
Das Aussterben lokaler Fische schadet Ökologie und Fischern wie Subhash. Umweltschützer betonen: Jeder nicht-heimische Fisch stört das Gleichgewicht und vernichtet wirtschaftlich wertvolle Arten. Zusammen mit Verschmutzung und Eingriffen fordern fremde Fische Tribut. Biswajit Roy Chowdhury rät: „Nutzen Sie lokale Arten wie Bändergurami (Kholse) oder Kot in Aquarien – das schützt die Umwelt.“
Madhumita Mukherjee, stellvertretende Direktorin der staatlichen Fischereibehörde, relativiert: „Zierfische wie exotische Karpfen oder Cichliden schaden nicht. Teure Arten wie Flowerhorn oder Arowana werden nicht einfach ausgesetzt.“
- Stattdessen richtig handeln:
- Zum Weiterverkauf oder Tausch in ein lokales Tiergeschäft bringen - An einen anderen Hobbyisten, professionelles Aquarium, Museum, öffentliches Aquarium oder Zoopark spenden - An öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Pflegeheime, Krankenhäuser oder Gefängnisse abgeben
- Bei Scheitern: Tierarzt oder Fischbiologe für humane Einschläferung konsultieren
- Häufige exotische Fische in lokalen Teichen:
- Afrikanischer Katzenfisch - Paku und Piranhas - Verschiedene exotische Karpfen - Krokodilfische - Verschiedene Cichliden
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