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Übertriebene Putzsucht in der Pandemie: Haustiere entwickeln Allergien durch Desinfektionsmittel

Übertriebene Putzsucht in der Pandemie: Haustiere entwickeln Allergien durch DesinfektionsmittelDie Corona-Pandemie hat unser Bewusstsein für Hygiene massiv gesteigert. Täglich desinfizieren viele den Türknopf, und Händedesinfektionsmittel wird bei jeder Berührung fremder Oberflächen eingesetzt – eine neue Normalität. Doch diese Gewohnheiten schaden unseren pelzigen Mitbewohnern: Allergien bei Haustieren nehmen zu. Tierarzt Dr. Dilip Sonawane berichtet von einem Anstieg der Fälle um 5–10 Prozent. „In der Panik rückt Sauberkeit an erste Stelle. Alkohol in Desinfektionsmitteln verursacht Toxizität, wenn Tiere unsere Hände lecken oder Sprühnebel auf Möbeln landet. Reiniger für Haus und Einrichtung lösen Hautirritationen, Ausschläge, trockene Haut und Haarausfall aus“, erklärt der Experte.

Dr. Nikita Shashtri rät zu einfachen Anpassungen: „Mit diesen Tipps vermeiden Haustierbesitzer Tierarztbesuche. Wählen Sie Desinfektionsmittel mit niedrigem Alkoholgehalt oder waschen Sie stattdessen mit Seife – wie von der WHO empfohlen. Verdünnen Sie Sprays mit Wasser, da Haustiere öfter in Kontakt kommen.“

Petcare-Expertin Anushka Iyer, Mutter von drei Hunden, schwört auf natürliche Alternativen: „Stoffe in heißem Wasser waschen wirkt Wunder. Bei Flecken Natron oder verdünnten Apfelessig einsetzen. Teebaumöl mit Zitronensaft als Bodenreiniger stört meine Hunde nicht im Geringsten.“