Vergessen Sie mal die Maus – greifen Sie nächstes Mal zur Katze. Oder gleich zu einem halben Dutzend. Klingt ungewöhnlich? In Mumbai machen das einige Stadtbewohner, um ihr Arbeitsleben aufzupeppen. Sie wechseln ins Katzen-Café, wo der Arbeitsstress auf Null sinkt und alles schnurrt vor Entspannung. Mitarbeiter berichten: So wird Arbeit pfoten-sicher!
Für viele ist das der Bruch mit dem Alltag. Ayesha P. aus Andheri, Angestellte in einem Unternehmen, schwärmt: „Das ist mein Lieblingsort, um allein abzuschalten. Die beruhigende Atmosphäre unter den Katzen hat mich überzeugt – jetzt arbeite ich hier meist mit Laptop und Katze auf dem Schoß. Ein echter Stresskiller!“
Streicheln entspannt, weiß auch Anmol Shah, Managerin einer Kreativagentur. „Die ruhige Umgebung klärt den Kopf. Fristenstress schmilzt dahin, sobald ich bei den Katzen bin. Klar, sie crashen mal meinen Zoom-Call – aber das stört niemanden“, lacht sie.

„Serotonin pur – genau das, was das Leben braucht“
Viele Mumbaikars können zu Hause keine Katze halten, obwohl sie Katzenfans sind. Katzen-Cafés füllen diese Lücke. Lamya Kapadia vom Café erklärt: „Kuscheln und Schnurren lindern Einsamkeit, Stress und Ängste. Jeder Gast erhält pure, bedingungslose Liebe.“
Mit WLAN wird's zum Büro deluxe. „Nach der Pandemie suchen alle Abwechslung im WFH-Alltag. Loggen Sie sich ein, kuscheln Sie mit Katzen – Meetings werden entspannter. Das ist der Serotonin-Boost, den Sie brauchen. Wir fordern Impfung, Masken und begrenzen die Gästezahl“, ergänzt sie.
In Mumbai mehren sich solche Spots. Sanjay Raja vom Bagel-Laden in Bandra: „Unser Außenbereich ist pet-friendly. Leute arbeiten mit Katzen oder Hunden, entspannen und bestellen Essen.“

Co-Working-Boom in der Pandemie
Flexible Arbeitsplätze boomen, auch mit Hybrid-Modellen. Karan Virwani, CEO eines Co-Working-Anbieters: „Die Nachfrage in Mumbai ist höher als je zuvor.“
Sie mixen Kultur und Komfort thematisch. „Am Nariman Point ehren wir ‚altes Bombay‘ mit warmen Tönen, Lithografien, Wandmalereien, Fotos und Lichtinstallationen“, beschreibt er.