Vor etwa vier Monaten hat Sheena auf Chapati zum Mittag- oder Abendessen verzichtet. Auch der geliebte Käsewürfel als Snack ist Geschichte. Stattdessen gibt es jetzt Gemüse wie Karotten und Kürbis sowie gekochtes Hähnchen mit Kurkuma – eine ausgewogene Mahlzeit, die vom Tierarzt empfohlen wurde. Zusätzlich wurde mehr Bewegung verordnet, um die Pandemie-Kilos loszuwerden. Sheena ist ein zweijähriger Labrador Retriever, der zusammen mit ihrer Besitzerin Anshu Shrivastava glutenfrei lebt. Die 25-jährige Firmensekretärin aus Mumbai erklärt: „Sheena war meine Lockdown-Partnerin. Es lag nahe, dass wir unser Fitnessprogramm gemeinsam angehen.“ Beide haben so das Work-from-Home-Gewicht reduziert, ohne das Haus zu verlassen.
Anshu und Sheena sind kein Einzelfall. Viele Haustierbesitzer synchronisieren ihre Wellnessziele mit denen ihrer Tiere, um motiviert zu bleiben und langfristig durchzuhalten. Sie setzen auf tierarztlich abgestimmte Diäten.
Eine Umfrage der Hundefuttermarke Now Fresh zeigt: 87 Prozent der Besitzer achten am meisten auf die Ernährung ihrer Hunde.
Kohlenhydratarme, ketogene und vegane Ernährung für Haustiere
Tanvi Ladha, Veganerin, füttert ihren 19 Monate alten Shih Tzu Zoë pflanzlich: „Sie liebt Abwechslung. Aktuell isst sie gerne Hafer mit Linsen, Gemüse und Chenna als Proteinquelle. Verarbeitete Snacks sind tabu.“
Arijit Mukherjee, Tierretter, setzt bei seinem Alaskan Malamute Mishka auf Low-Carb: „Das hat beim Abnehmen Wunder gewirkt. Fett wurde verbrannt.“ Sein geretteter Siberian Husky Raavan erhielt eine keto-arme Diät mit wenig Reis, Hähnchen, Brokkoli und Eiweiß.
Ernährungsberaterin Vrinda Joshi kocht für ihre Indie-Welpen farbenfrohes Gemüse in Kokos- oder Fischöl: „Es ist teurer, aber die Hunde lieben es und profitieren nährstoffreich.“
Gemeinsam Wellness erreichen
Dr. Dilip Sonune, Direktor für Veterinärdienste bei einer Haustierpflegemarke, beobachtet diesen Trend: „Viele wechseln zu bio, gesunden oder fleischlosen Diäten und teilen sie mit ihren Tieren.“
Keine Experimente: Konsultieren Sie Experten wie Tierärzte
„Zu viel des Guten kann schädlich sein“ – besonders bei Tiernahrung. Viele lassen Diäten von Fachleuten an Rasse, Größe und Aktivität anpassen. Online-Tipps sind riskant.
Tierernährungsexpertin Devashree Kulkarni warnt: „Hunde und Katzen sind Fleischfresser. Mode-Diäten ohne Beratung können Gesundheit und Immunsystem schädigen.“
Dr. Gaurav Dutta ergänzt: „Menschliche Diäten sind möglich, wenn angepasst. Lassen Sie Fett, Protein und Kohlenhydrate ausbalancieren. Vegan geht bei Katzen gar nicht – sie brauchen tierische Vitamine wie D2, D3 und Taurin.“
Was bringen diese Diäten Haustieren?
Vegan: Weniger Gelenkprobleme, Verdauungsstörungen, Krebs- oder Schilddrüsenrisiken.
Paleo: Hilft beim Abnehmen, senkt Blutdruck und Blutzucker, stärkt Immunsystem – aber langfristig Risiko für Mängel.
Keto: Verbessert Krebsausheilung und Gesundheit kurzfristig; langfristig Vorsicht vor Rohkostkeimen wie E. coli oder Salmonellen.
- Geteilt von Dr. Dilip Sonune, Direktor Veterinärdienste bei Wiggles.in