Die karnatische Musikerin Uma Prakash von den Chinmaya Sisters ist eine leidenschaftliche Hundefreundin – das merkt man sofort, wenn man ihr Zuhause in Chennai betritt. Sie verwöhnt ihre drei Indie-Hündinnen Judy, Roxy und Zoey wie eigene Kinder. Beim Betreten des Hauses springen die drei fröhlich um uns herum und bleiben während unseres ausführlichen Gesprächs über Umans tiefe Liebe zu Indie-Hunden treu an ihrer Seite.
„Haustiere habe ich schon immer geliebt“, beginnt sie. „Als Kind in Mumbai fütterten meine Schwester und ich Streuner, die zu uns kamen. Nach dem Umzug nach Chennai blieb diese Leidenschaft bestehen. Doch mit meinem hektischen Konzertplan hielt ich mich lange zurück: Ich wollte keine Haustier-Mama werden, aus Angst, den Hunden nicht genug Zeit schenken zu können. Judy hat das dramatisch geändert.“ Die drei Musketiere
Uma entdeckte Judy als Winzling zusammen mit Geschwistern direkt vor ihrem Apartment. „Ich postete in den Sozialen Medien – alle Rüdenwelpen fanden schnell ein Zuhause, nur sie nicht. Meine Tochter Subhasree und die Töchter meiner Schwester Radhika bettelten, sie mitzunehmen. So wurde Judy unser Familienmitglied.“ Um ihr Gesellschaft zu leisten, adoptierte Uma Zoey von einer Adoptionsseite: „Sie war Liebe auf den ersten Blick.“ Und Roxy? „Judys Mutter warf erneut – Roxy wurde mit einem verletzten Bein ausgesetzt. Nach der tierärztlichen Behandlung wollte ich sie weitergeben, doch sie hatte sich bereits in unser Herz geschlichen.“
Zur Adoption von Indie-Hunden sagt die erfahrene Musikerin: „Ich kann nicht alle retten, aber das ist mein Beitrag. Viele zögern noch – ich hoffe, das ändert sich bald.“
„Indie-Hunde brauchen besondere Fürsorge“
„Wo ich kann, helfe ich mit“, erklärt Uma. „Ich ließ Judys und Roxys Mutter kastrieren – sie hat nur drei Beine, und ich konnte ihr Leid nicht mehr mit ansehen. Indie-Hunde fordern mehr Aufmerksamkeit. Es freut mich, dass Akzeptanz wächst, doch wir brauchen mehr Engagement vor Ort und von Behörden.“
„Nach der Kastration gibt’s keinen Unterschied mehr“
Zum Vorurteil gegen Weibchen sagt sie: „Ich verstehe diese Scheu nicht. Ja, sie haben Läufigkeit, doch ab einem Alter ist Kastration aus Gesundheitsgründen essenziell. Danach sind Rüden und Hündinnen gleich. Mehr Aufklärung würde verhindern, dass Weibchen ausgesetzt werden.“
„Indie-Hunde sind intelligent und anpassungsfähig“
Entgegen mancher Meinungen betont Uma: „Indies sind ideale Begleiter. Superintelligent, wetterfest, robust bei Futter und gelassen. Sie lernen blitzschnell, verstehen Emotionen und passen sich nahtlos an. Aus meiner langjährigen Erfahrung: Indies sind die besten!“