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Rissige und trockene Hundepfoten pflegen: Ursachen, Symptome und Experten-Tipps von Dr. Donna Raditic

Von Katherine Tolford

Wenn wir mit unserem Hund wandern oder joggen, schlüpfen wir in unsere besten Sportschuhe. Hunde hingegen haben eingebaute "Turnschuhe": Ihre robusten Pfotenpolster sorgen für Stütze, Traktion und Dämpfung für Knochen, Sehnen und Bänder.

Dr. Donna Raditic, Tierärztin mit Spezialisierung auf Ernährung und integrative Medizin, betont: Die Pfotenballen sind ein früher Indikator für die Gesundheit Ihres Hundes. "Die Zellen dort haben eine hohe Umsatzrate und benötigen reichlich Nährstoffe sowie Blutzufuhr. Probleme zeigen sich oft zuerst hier – lange bevor wir sie sonst bemerken."

Verletzungen

Ein Hinken oder Favorisieren einer Pfote deutet auf Verletzungen hin, wie Schnitte durch Dornen oder scharfe Objekte. Häufig entstehen sie bei übermäßigem Training auf rauen, heißen oder scharfen Untergründen – mit Blasen, rohen Stellen oder Geschwüren. Selten liegt eine Pododermatitis vor.

Bringen Sie Ihren Hund umgehend zum Tierarzt. Bis dahin: Reinigen Sie die Wunde mit einem warmen, feuchten Tuch, lassen Sie sie lüften und schützen Sie sie locker mit Socke und Klebeband – ohne die Durchblutung zu behindern. Gesunde Hunde heilen in bis zu drei Wochen, dank des zähen, keratinisierten Gewebes.

Leberprobleme

Bei anhaltenden Problemen über drei Wochen prüfen: Dr. Raditic diagnostizierte bei einem Labrador mit blutenden Ballen eine Lebererkrankung durch Toxine, Medikamente, Krebs oder Infektionen. Symptome: Nicht heilende Läsionen, Krusten, Verdickungen oder Blasen.

Die Leber spielt eine Schlüsselrolle bei Nährstoffaufnahme. "Pfotenballen brauchen optimale Versorgung mit Eisen, Zink, Vitaminen A und D. Bei Leberstörungen fehlen gesunde Zellen für Barriere und Regeneration", erklärt Raditic. Therapien umfassen Operationen, Medikamente, Diäten oder Supplements.

Allergien

Allergien auf Pollen, Schimmel, Milben oder Futter reizen die Pfoten stark. Hunde lecken und kauen, was Rötungen, Juckreiz und Infektionen verursacht. Behandlung: Allergene meiden, Medikamente oder Immuntherapie einsetzen.

Endokrine Probleme

Hormonelle Störungen beeinträchtigen Haut und Fell. Häufig: Morbus Cushing (bei älteren Hunden: dünne Haut, Haarausfall, Infektionen, dicker Bauch) oder Hypothyreose (Gewichtszunahme, Lethargie, Fellprobleme). Tests bestätigen, Therapie mit Medikamenten oder Hormonen.

Autoimmunprobleme

Übermäßiges Lecken, Schwellungen oder Läsionen auf mehreren Pfoten deuten auf Autoimmunerkrankungen hin, bei denen das Immunsystem eigene Zellen angreift. Kontrolle mit Immunsuppressiva, Antibiotika gegen Sekundärinfektionen und Bädern.

Regelmäßige Pfotenkontrollen sind essenziell. "Schauen Sie sich gesunde Pfoten an, um Veränderungen früh zu erkennen – wie bei Ihren Schuhsohlen", rät Dr. Raditic. So verhindern Sie größere Gesundheitsprobleme.