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Die 10 häufigsten Krankheiten bei Katzen: Symptome, Ursachen und Behandlungen

Woran leidet Ihre Katze?

Katzen mögen neun Leben haben, doch als erfahrener Tierarzt rate ich: Mit frühzeitiger Erkennung häufiger Erkrankungen können Sie das Wohlbefinden Ihres Lieblings langfristig sichern. Basierend auf klinischer Praxis und Studien helfen diese Infos, Symptome schnell zu identifizieren und professionelle Hilfe einzuleiten.

10. Hyperthyreose. Häufig durch gutartige Schilddrüsenadenome verursacht, führt sie zu übermäßiger Hormonproduktion. Achten Sie auf Symptome wie starken Durst und vermehrtes Urinieren, Aggressivität, Hyperaktivität, Erbrechen oder Gewichtsverlust trotz gesteigertem Appetit. Behandlungen reichen von Medikamenten über Chirurgie bis hin zu radioaktiver Iodtherapie – abhängig von Begleiterkrankungen.

9. Viren der oberen Atemwege. Niesen, Schnupfen, Husten, laufende Augen/Nase, verstopfte Atmung oder Geschwüre im Maul/Nase deuten auf feline Herpesviren oder Calicivirus hin. In der Praxis verabreichen wir Nasentropfen, Augensalben und Antibiotika gegen Sekundärinfektionen.

8. Ohrenentzündung. Ausgelöst durch Milben, Bakterien, Pilze, Diabetes, Allergien oder Medikamente – manche Rassen sind prädisponiert. Bei Ausfluss, Kopfschütteln, Schwellungen, üblem Geruch oder Berührungsempfindlichkeit: Tierarztbesuch! Therapie: Reinigung, Tropfen, orale Medikamente oder bei Bedarf OP.

7. Kolitis/Verstopfung. Entzündung des Dickdarms verursacht Durchfall, der schmerzhaft sein kann und zu Verstopfung führt. Ursachen: Infektionen, Parasiten, Allergien. Symptome: Pressen beim Stuhlgang, Appetitlosigkeit, Dehydration, Erbrechen. Behandlung: Ursachenanalyse, ballaststoffreiche Diät, Entwurmung, Antibiotika, Abführmittel oder Infusionen.

6. Diabetes mellitus. Typisch bei älteren, übergewichtigen Katzen. Anzeichen: Erhöhter Durst/Urinieren, Inkontinenz, Lethargie. Zusammenhang mit Fettleibigkeit. Management: Tägliche Kontrolle, Diät, Bewegung, ggf. Tabletten oder Insulin.

5. Hautallergien. Juckreiz, Beißen, Ausschlag oder Kahlflecken signalisieren Allergien auf Futter, Flöhe, Pollen, Milben oder Schimmel. Tierarzt klärt Ursache; Therapien: Hyposensibilisierung, Diätwechsel, Medikamente, Antihistaminika.

4. Darmentzündung/Durchfall. Betroffen Dünn- oder Dickdarm durch Futterwechsel, Fremdfutter, Infektionen, Parasiten oder Nierenerkrankungen. Symptome: Durchfall, Appetitverlust, Erbrechen. Behandlung: Hydration, Schonkost, Diätanpassung, Antidiarrhoika.

3. Nierenversagen. Häufig bei Senioren; mögliche Risikofaktoren: Trockenfutter, Impfungen. Bluttests in Vorsorgechecks essenziell – Symptome treten spät auf (bei 75% Gewebeschaden). Anzeichen: Durst, Ammoniakatem, Sabbern. Chronische Niereninsuffizienz managbar mit Diät, Medikamenten, Infusionen; Extremfälle: Transplantation/Dialyse.

2. Gastritis (Magenentzündung). Schleimhautirritation durch verdorbenes Futter, Allergien oder Infektionen. Bei anhaltendem Erbrechen, Blähungen, Appetitlosigkeit oder blutigem Stuhl: Sofort zum Tierarzt. Therapie: Ursachenbeseitigung, Medikamente, Infusionen, Antibiotika.

1. Erkrankungen der unteren Harnwege (FLUTD). Lebensgefährlich durch Blockaden (Kristalle, Steine, Pfropfen) – Tod in 72 Stunden möglich! Symptome: Inkontinenz, Bluturin, Schreien, Lecken, Lethargie. Notfall: Katheter, Medikamente, ggf. OP.