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Warum ist mein Kätzchen so hyperaktiv? Experten-Tipps zur Beruhigung

Von Jessica Remitz

Mit ihrer kleinen Knopfnase, den feinen Schnurrhaaren und den winzigen Zähnchen sind Kätzchen unwiderstehlich. Doch wie viele frischgebackene Katzenbesitzer wissen, können diese süßen Fellknäuel für Chaos sorgen: Sie rasen durch die Wohnung, verstecken sich unter Decken oder klettern Vorhänge hoch. Erfahren Sie von Experten des ASPCA Adoption Centers, warum Ihr Kätzchen so energiegeladen ist – und wie Sie es sicher beruhigen.

Kätzchenverhalten: Was ist normal?

Das Energieniveau hängt stark vom Alter ab. Ab 8 Wochen, dem empfohlenen Mindestalter nach ASPCA-Richtlinien, sind Kätzchen aktiv, aber noch nicht besonders koordiniert. Mit zunehmendem Alter verbessert sich ihre Beweglichkeit, und sie springen, hüpfen, jagen Objekte oder greifen spielerisch ihre Besitzer an, erklärt Adi Hovav, Katzenverhaltensberaterin im ASPCA Adoption Center.

„Sie kuscheln manchmal, knabbern dann plötzlich an Händen und wechseln abrupt zwischen Entspannung und Spiel“, sagt Hovav. „Selbst Streicheln kann sie zum Spielen animieren.“

Wie bei allen Jungtieren dient dieses lebhafte Verhalten der Entwicklung. Als natürliche Raubtiere erkunden Kätzchen ihre Umwelt durch Beißen, Springen und Jagen.

„Kätzchen lernen durch Erkunden, wie man jagt. Sie testen jeden Instinkt, inklusive ihrer Raubtiernatur“, betont Katie Watts, leitende Katzenverhaltensberaterin im ASPCA Adoption Center. Der beste Kanal dafür: Regelmäßige, strukturierte Spielzeit.

So spielen Sie richtig mit Ihrem Kätzchen und beruhigen es

Trotz der Herausforderungen – Kratzer, Bisse oder kaputte Möbel – gibt es effektive Wege, Ihrem Kätzchen sinnvolle Beschäftigung zu bieten und es zur Ruhe zu bringen. Hier die bewährten Tipps der ASPCA-Experten für angehende oder aktuelle Kätzcheneltern:

  • Verwenden Sie keine Körperteile: Spielen Sie so, dass Ihr Kätzchen Hände oder Finger nicht als Beute sieht, rät Hovav. Fördern Sie stattdessen das Spielen mit Toys, um späteres unangemessenes Verhalten zu vermeiden.
  • Nutzen Sie den Jagdinstinkt: Imitieren Sie den natürlichen Zyklus „Jagd-Fang-Töten“ mit Spielzeugen wie Insekten- oder Vogelimitaten, empfiehlt Hovav.
  • Lenken Sie Energie um: Nach dem gemeinsamen Spielen werfen Sie einen Hüpfbällchen, damit es sich selbst erschöpft. Vermeiden Sie Berührungen, die die Erregung steigern.
  • Planen Sie eine Abkühlphase: Behandeln Sie Spiel wie Training: Verlangsamen Sie Bewegungen, um Entspannung zu signalisieren. Bei anhaltender Hektik: Erstarren und ein lautes „Iiih!“ machen. Ignorieren Sie aggressives Verhalten, um Grenzen zu lehren, sagt Hovav.

Vor der Ankunft: Machen Sie die Wohnung katzensicher – sperren Sie enge Spalten ab, räumen Sie kleine Objekte weg. Bei Abwesenheit: Beschränken Sie auf einen Raum wie das Schlafzimmer.

Watts rät zudem: Adoptieren Sie Kätzchen paarweise. „Sie ermüden sich gegenseitig und lernen faire Spielregeln in ihrer Sprache.“

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