Lockiges Fell bei Katzen? Ja, das gibt es! Rex-Katzen verdanken ihr welliges oder lockiges Aussehen genetischen Mutationen. Diese besonderen Kätzchen sind hochbegehrt, doch vor der Adoption sollten Sie einiges über die Rasse wissen – insbesondere ihre speziellen Pflegebedürfnisse.
Die Cat Fancier’s Association (CFA) erkennt drei Rex-Rassen an: Devon Rex, Cornish Rex und Selkirk Rex. Devon Rex und Cornish Rex entstanden in den 1950er Jahren in Devonshire, England, aus einzelnen lockigen Kätzchen. Die Selkirk Rex hingegen geht auf ein 1987 in Montana geborenes Kätzchen zurück.
Devon- und Cornish Rex haben kurzes Fell, große Augen und Ohren sowie eine schlanke, elegante Statur. Selkirk Rex können kurz- oder langhaarig sein und wirken robuster mit ihrer kräftigeren Bauweise.
Der Charakter von Rex-Katzen
Rex-Katzen sind gesellig, gesprächig und extrem intelligent. „Rex-Katzen sind superintelligent“, erklärt Yody Blass, MA, zertifizierter Tierverhaltensforscher bei Companion Animal Behavior in Washington, DC.
„Sie sind sehr aktiv. Als Kätzchen erkunden sie alles und klettern hoch – hohe Kratzbäume sind essenziell“, fügt Blass hinzu. Ihre Verspieltheit und Intelligenz machen sie ideal für Tricks und Agility: Tunnel und Agility-Spielzeug halten sie bei Laune. Katzenspielzeug verhindert Langeweile und Unfug.
Fell- und Hautpflege bei Rex-Katzen
Trotz des kurzen Fells brauchen Rex-Katzen mehr Pflege, als man denkt, warnt Dr. Carol Margolis, medizinische Genetikerin an der University of Pennsylvania School of Veterinary Medicine.
Ihr Fell wächst aus abnormalen Follikeln, was zu Bruch führen kann – besonders bei intensivem Bürsten. Es kann ölig, wachsartig sein und Pilzinfektionen begünstigen. Regelmäßige Ohr- und Nagelreinigung ist ratsam.
Gelegentliches Baden mit mildem Katzenshampoo entfernt Öle und Schuppen; Rex-Katzen lassen sich meist gut baden, sagt Blass. Bürsten sparsam einsetzen, bei Langhaar-Selkirk sanft kämmen, um Verwicklungen zu vermeiden. Dr. Margolis rät von Gummihandschuhen ab – nur weiche Stoffseiten verwenden.
Mögliche Gesundheitsrisiken bei Rex-Katzen
Wie viele Reinrassen sind Rex-Katzen anfällig für Erkrankungen. Hypertrophe Kardiomyopathie (Herzmuskelverdickung) ist häufig, erfordert aber Ultraschall zur Diagnose, betont Dr. Margolis.
Weitere Risiken: Koagulopathie, Muskelschwäche, Haarausfall und Urticaria pigmentosa. Zahnprobleme sind üblich durch Fehlbildungen im Kiefer und Gebiss.
Gründliche Recherche vor dem Kauf
Rex-Katzen sind tolle Begleiter – doch recherchieren Sie! Sprechen Sie mit Züchtern, prüfen Sie Gesundheitstests, rät Dr. Margolis: „Offene Züchter teilen Erfahrungen mit Vorfahren und Tests – so sichern Sie gesunde Kätzchen.“
„Hohe Standards bei Züchtern führen zu gesünderen Tieren“, schließt sie.
Von: Kate Hughes