Von Katy Nelson, DVM
Flöhe mögen klein sein, doch ihre Hartnäckigkeit ist enorm. Diese winzigen Blutsauger kosten US-Haushalte jährlich rund 9 Milliarden US-Dollar an Bekämpfungsmaßnahmen – eine der höchsten Ausgaben für Tierbesitzer.
In meiner Praxis als Tierärztin hören Kunden oft: Trotz konsequenter Flohprävention finden sie immer wieder Flöhe bei ihren Tieren. Woher kommen sie? Meist stecken zwei Hauptgründe dahinter.
1. Toleranz gegenüber Flohprodukten
Flöhe entwickeln rasch Resistenzen gegen Insektizide. Um das zu verhindern, rate ich, Präparate regelmäßig zu wechseln und die Flohpopulation empfindlich zu halten. Ergänzend können Flohsterilisatoren verhindern, dass resistente Gene weitergegeben werden. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten, um eine effektive Strategie für Ihr Zuhause zu finden.
2. Flöhe in der Umwelt
In einem Haushalt befinden sich jederzeit etwa 57 % der Flöhe im Larvenstadium. Diese spinnen Kokons, in denen sie sich zu Puppen entwickeln. Nach 1–2 Wochen schlüpfen adulte Flöhe – und können bis zu fünf Monate im Kokon ausharren, bis Vibrationen oder CO₂ eines vorbeigehenden Tiers sie wecken.
Die besten Programme kombinieren Prävention, Hygiene und Behandlung von Tier und Umwelt. Starten Sie mit Flohkamm und Baden, ergänzen Sie mit tierärztlich verschriebenen Mitteln. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über die passende Lösung.
Schließen Sie mit Hygiene ab: Wechseln Sie Tierdecken häufig, saugen Sie gründlich. Staubsaugen entfernt bis zu 30 % der Larven und 60 % der Eier aus Teppichen und Bettwäsche. Erreichen Sie Untermöbel, Kissen, Betten und Ecken – auch Ritzen in Parkettböden. Entsorgen Sie Beutel sofort!
Draußen bevorzugen Flöhe feuchte, schattige Plätze wie Sträucher oder Laub. Mähen, harken und licht offen halten reduziert Befallrisiken.
Bei starkem Befall: Flohfallen, Nematoden oder Sprays. Oft ist ein Profi-Service mit haustierfreundlichen Mitteln ideal. Vollständige Säuberung dauert Monate.
Flohbefall vorbeugen
Prävention ist der Schlüssel: Behandeln Sie Tiere und Zuhause konsequent. Flöhe übertragen Krankheiten – so schützen Sie Familie und Tiere langfristig.
*Texas A&M AgriLife Communications
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