Ellison ist eine erfahrene professionelle Pferdetrainerin und Reitlehrerin. Sie leitet ein Sommerlagerprogramm und führt Kinder sicher in die Welt der Pferde ein.

Was bedeutet es, ein Pferd zu leasen?
Beim Leasen eines Pferdes zahlen Sie eine Gebühr für zusätzliche Reitzeiten auf dem Pferd Ihrer Wahl. Viele Pferdebesitzer vermieten ihr Pferd, um die Haltekosten zu decken. Oft fehlt ihnen selbst die Zeit zum Reiten, und sie möchten ihr Pferd regelmäßig bewegen. Für viele Reiter ist Leasing eine ideale Alternative zum Kauf – und für einige der Einstieg ins Eigentum.
Finanzielle und zeitliche Regelungen variieren
Jeder Pferdebesitzer gestaltet das Leasing individuell, sei es bezüglich der Kosten oder der verfügbaren Reitzeiten.
Teilleasing
Manche Besitzer verlangen eine Pauschale für eine feste Anzahl Reittage pro Woche. In meinem Stall setze ich Pferde im Unterricht ein, daher kann ich sie nicht täglich verleasten. Der Leaser zahlt eine monatliche Gebühr und erhält feste Wochentage – ohne weitere Kosten. Es geht rein um zusätzliche Reitzeit. Das nenne ich Teilleasing.
Vollleasing
Beim Vollleasing reitet ausschließlich der Leaser das Pferd, was natürlich teurer ist. Manchmal deckt die Gebühr nur Futterkosten, in anderen Fällen auch Tierarzt- oder Hufschmiedrechnungen. Jeder Besitzer hat eigene Bedingungen – das macht Leasing so flexibel: Beide Seiten profitieren von einer maßgeschneiderten Vereinbarung.
Bleibt das Pferd am alten Standort oder zieht es um?
Bei Vollleasing kann das Pferd manchmal mitziehen, manchmal nicht – das regeln die Parteien. Achten Sie auch darauf, ob Ausritte zu Shows oder Events erlaubt sind.

Schriftlicher Vertrag ist essenziell
Auch bei vertrauten Pferden und Ställen: Legen Sie alles schriftlich fest, um Missverständnisse zu vermeiden. Klären Sie Rechte, Pflichten und Szenarien im Voraus.

Laufzeit und Zahlungsmodalitäten sind flexibel
Teilleasings laufen oft monatlich, Vollleasing-Jahresverträge mit Vorauszahlung. Für Show-Pferde eignet sich ein Jahres- oder Saisonvertrag. Alles muss klar im Vertrag stehen.

Versicherung oft erforderlich
Bei Umzug oder häufigen Ausfahrten fordert der Besitzer meist eine Police – für Medizin oder Mortalität. Kosten hängen vom Pferdewert ab.
Wer übernimmt Tierarzt- und Hufschmiedkosten?
Klären Sie im Vertrag: Zahlen Sie diese? Und dürfen Sie eigene Dienstleister wählen? Auch bei Freunden: Besser alles schriftlich, um Streit zu vermeiden.
Warum leasen statt kaufen?
Als Trainerin empfehle ich Leasing als Testlauf für den Pferdebesitz. Prüfen Sie Ihre Zeit und Verantwortungsbereitschaft, ohne hohen Einstieg. Passen Sie das Pferd an Ihr Level an und wechseln Sie bei Bedarf – ohne Verkaufsstress.
Junge Reiter bauen so Selbstvertrauen auf, indem sie ein bekanntes Pferd regelmäßig reiten.

Nachteile des Pferde-Leasings
Finanziell fragwürdig, wenn Kauf geplant: Geld könnte gespart werden. Anfänger verpassen Vielfalt, die zum Lernen wichtig ist. Feste Termine oder Hofbindung stören manche Reiter. Und es fehlt manchmal das "eigene Pferd"-Gefühl.
Vorteile des Pferde-Leasings
Sie genießen Besitzfreuden ohne volle Kosten und Entscheidungsstress. Günstiger als Kauf, besonders Teilleasing ohne Zusatzkosten. Kaufen Sie Zubehör und binden sich emotional – bei maßgeschneiderter Vereinbarung.
Leasen Sie vor dem Kauf
Jeder Reiter sollte leasen, um Reife zu testen – ideal für Jugendliche zur Selbstständigkeit. Viele bleiben beim Leasing wegen geringerer Belastung. Sprechen Sie mit Ihrem Trainer: Er kennt Sie und passende Pferde. Leasing kann Einstieg oder Dauerlösung sein!
Dieser Artikel basiert auf der Expertise der Autorin und dient nur zu Informationszwecken. Er ersetzt keine individuelle Beratung.