Melissa betreut eine breite Palette exotischer Tiere. Sie besitzt ein Zertifikat als Veterinary Assistant und einen Bachelor-Abschluss in Biologie.

Die Pokémon-Serie verkörpert den Traum vom ultimativen exotischen Haustierbesitz: Sammeln Sie farbenfrohe Kreaturen aus der Wildnis, trainieren Sie sie, transportieren Sie sie in Pokébällen und lassen Sie sie kämpfen. Sogar das Tauschen gegen stärkere Exemplare gilt als normal – ohne Vorwürfe des Tierverlassens. Obwohl die Show Klischees über exotische Haustiere bedient, ist sie weltweit ein Phänomen.
Natürlich ist Pokémon Fiktion. Doch viele Pokémon basieren auf realen Tieren, die tatsächlich als Haustiere geeignet sind. Als erfahrene Tierpflegerin mit veterinärmedizinischem Hintergrund liste ich 20 solcher Arten auf. Wichtig: Prüfen Sie vor dem Kauf ausreichend Platz, Fachwissen und finanzielle Mittel – verantwortungsvolle Haltung geht vor!

1. Springhase (Pikachu)
Pikachu, die Ikone der Pokémon-Serie, ist ein Nagetier-ähnliches Wesen. Häufig mit Maus oder Pfeifhase verglichen, passt es am besten zum Springhasen (auch Springhaas genannt), einem afrikanischen Nagetier. Wie Pikachu läuft es bipedal, hat spitze schwarze Ohren, langen Schwanz und flache Füße. In den USA leider selten im Handel erhältlich.

2. Riesentukan (Toucannon)
Toucannon basiert klar auf dem Tukan, speziell dem Riesentukan. Diese Art ist in Gefangenschaft machbar, kostet aber bis zu 15.000 US-Dollar. Größere Tukane wie diese erfordern mehr Platz als kleinere Verwandte (z. B. Aracaris) und gedeihen in großen Volieren am besten.

3. Fennek (Fennekin)
Fennekin ist ein feuriger Fennek-Fuchs – eines der beliebtesten exotischen Säugetiere. Ihr kompakter Körper, cooler Look und Appeal treiben Preise in die Höhe. Achtung: Sie sind lebhaft, laut und energiegeladen. Nicht überall legal.

4. Gelbhals-Lovebird (Chatot)
Diese gesangsstarke Pokémon-Figur erinnert farblich an den Gelbhals-Lovebird. Beliebt in der Zucht, günstig im Kauf und langlebig (15–20 Jahre bei guter Pflege). Unzertrennliche sollten paarweise gehalten werden.

5. Küssender Gurami (Luvdisc)
Luvdisc mit seiner herzförmigen Silhouette und "Kuss"-Verhalten basiert auf dem küssenden Gourami. Die großen Lippen dienen zum Kämpfen, nicht zum Küssen. Beliebte Süßwasserfische für Aquarien.

6. Nacktschnecke (Shellos)
Nacktschnecken (Meeresschnecken) sind farbenprächtig, aber anspruchsvoll. Die Kopfsalat-Nacktschnecke (Tridachia crispata) frisst Algen und ist pflegeleichter. Andere brauchen Spezialfutter wie Seeanemonen.

7. Einsiedlerkrebs (Dwebble)
Dwebble ist ein Einsiedlerkrebs mit Steinpanzer. Viele Arten (land- oder wasserlebend) im Handel. Landeinsiedlerkrebse sterben oft durch Fehlhaltung – sie brauchen hohe Luftfeuchtigkeit, tiefen Sand, Kletterplätze und Zugang zu Salz-/Süßwasser.

8. Gürteltier (Sandshrew)
Sandshrew ähnelt dem Dreiband-Gürteltier. Selten als Haustier (2.500–3.000 US-Dollar), kann es sich zur Kugel rollen. Nicht mit US-amerikanischen Gürteltieren zu verwechseln.

9. Fliegendes Eichhörnchen (Emolga)
Emolga ist ein fliegendes Eichhörnchen (kein Zuckergleiter). Weniger populär, aber verfügbar. Junge Tiere binden sich mit Bonding-Beuteln an den Halter.
10. Pistolengarnele (Clauncher)
Clauncher erinnert an Pistolengarnelen. In Aquarien gehalten, symbiotisch mit Grundeln (Fisch bewacht, Garnele gräbt). Verschiedene Farbvarianten.

11. Japanischer Fasan (Unfezant)
Als japanische Kreation ehrt Pokémon den Grünen Fasan (Nationalvogel). In den USA (Hawaii) etabliert, teils mit gewöhnlichen Fasanten gekreuzt.

12. Kannenpflanze (Victreebel)
Victreebel ist eine fleischfressende Kannenpflanze – heimisch in den USA, ideal für Haus oder Freiland in feuchten Gebieten. Entwickelt für nährstoffarme Böden.

13. Axolotl (Wooper)
Wooper ist der bedrohte Axolotl (mexikanischer Salamander). Beliebt, pflegeleicht – kühle Temperatur (ca. 19 °C) bevorzugt, langsam bewegt.

14. Ostmolch (Charmander)
Charmander (Glumanda) ähnelt dem östlichen Molch, einer orangenen Amphibie. Wild in Teilen der USA, haltbar in 38-Liter-Aquarien (3 Tiere).

15. Seepferdchen (Horsea)
Seepferdchen sind anspruchsvoll, aber gezüchtete Arten fressen Tiefkühlfutter. Brauchen Fließwasser und Ankerpunkte; nicht mit Fresskonkurrenten.

16. Elsterhäher (Articuno)
Articuno gleicht dem Elsterhäher (Magpie Jay). Selten als Haustier, braucht Volieren. Korviden sind intelligent – viel Stimulation und Platz erforderlich.

17. Nashornkäfer (Heracross)
Nashornkäfer faszinieren durch Größe. Oft als Larven gekauft, Monate haltbar. Nach Tod als Präparat beliebt.

18. Tausendfüßler (Scoliopede)
Scoliopede leitet sich von colopendra ab. Arten wie Vietnamesischer Riesentausendfüßler haltbar – schmerzhafter Biss, schnell, nie frei handhaben.

19. Ausgefallener Goldfisch (Golden)
Golden ist ein edler Goldfisch. Langlebig (über 20 Jahre), brauchen mehr Platz als gedacht.

20. Rüschenbartagame (Heliolisk)
Der Rüschenbartagame ähnelt dem gekräuselten Drachen aus Jurassic Park. Baumbewohner, brauchen hohe Gehege (Männchen 60–90 cm).
Dieser Artikel basiert auf fundierten Kenntnissen der Autorin. Er dient der Information/Unterhaltung und ersetzt keine fachliche Beratung.