Anne ist Lehrerin und Freiberuflerin mit einer großen Leidenschaft fürs Schreiben. Aus langjähriger eigener Praxis kennt sie die Pflege von Rennmäusen bestens.

Fakten über Rennmäuse
Rennmäuse gehören zur Familie der Nagetiere, unterscheiden sich jedoch von Hamstern in ihren Bedürfnissen. Viele wählen Hamster wegen ihrer einfachen Haltung, doch Rennmäuse eignen sich ebenso hervorragend als erste Haustiere für Kinder – vorausgesetzt, man kennt ihre spezifischen Anforderungen.
Im Unterschied zu Hamstern sind Rennmäuse kleiner und brauchen immer einen Artgenossen. Eine einzelne Rennmaus fühlt sich einsam und unglücklich. Sie binden sich stark aneinander und spielen gemeinsam. Zudem graben Rennmäuse leidenschaftlich: Während Hamster die Oberfläche erkunden, buddeln Rennmäuse Tunnel in der Einstreu.
Dieser Hang zum Graben rührt von ihrer Herkunft als „Wüstenratten“ her, die sich in heißen Klimazonen eingraben. Wählen Sie daher passende Utensilien. Dieser Beitrag gibt Ihnen bewährte Tipps für eine artgerechte Haltung, damit Ihre Rennmäuse ein glückliches Leben führen.
Verschiedene Käfigeinstellungen
Ein Standard-Hamsterkäfig reicht zunächst, doch planen Sie langfristig etwas Größeres. Rennmäuse brauchen viel Platz zum Graben, Tunnelbauen und Bewegen. Vermeiden Sie enge Plastikkäfige mit Röhren – bevorzugen Sie geräumige Drahtgitterkäfige.
Für mehr Komfort empfehle ich ein Aquarium-Hybrid-System: Unten ein 38-Liter-Becken (ca. 10 US-Gallonen) mit Einstreu, oben ein Drahtkäfigteil für Haus, Futter und Leckereien. So haben sie Grabraum unten und Kletter- sowie Fressmöglichkeiten oben. Starten Sie klein, aber upgraden Sie bald für mehr Erkundungsfreude.
Ernährungsbedarf und Fütterung
Spezialfutter für Rennmäuse, Hamster, Meerschweinchen oder Chinchillas finden Sie in Fachgeschäften. Es basiert auf kleinen Samen und Fruchtstücken. Ergänzen Sie mit Leckereien!
Meine Rennmäuse vergöttern Joghurt-Donuts mit natürlichen Streuseln – kleine, sichere Kekse aus hochwertigen Zutaten. Leckereien stärken das Band zu Ihren Tieren. Täglich frisches Wasser aus einer Flasche prüfen, auch wenn sie sparsam trinken.

Den Käfig Ihrer Rennmäuse reinigen
Als Graber vergraben Rennmäuse Futter und verteilen Kot überall. Reinigen Sie wöchentlich: Nehmen Sie die Mäuse heraus, platzieren Sie sie sicher (z. B. in einer Kiste mit Einstreu) und beaufsichtigen Sie sie – sie sind Fluchtkünstler!
Entfernen Sie alte Einstreu, wischen Sie bei Bedarf nur mit klarem Wasser ab – keine Chemikalien! Beste Einstreu: Hanf mit Lieschgrasheu-Mischung. Natürliche Alternatives wie Hanf- oder Holzbasis sind ideal, Papier meiden.
Füllen Sie lockere, dicke Einstreu-Schicht ein – Rennmäuse graben, schlafen und lagern darunter. Richten Sie Futter, Wasser und Leckereien ein, setzen Sie die Käfige wieder zusammen. Meine Tiere freuen sich jedes Mal über Frische, neue Leckereien und Spielzeug!

Ein freundliches, spaßiges Umfeld schaffen
Rennmäuse graben und nagen alles an! Wählen Sie ungiftige Hölzer aus Zoofachhandlungen. Plastik-Iglus sind tabu – sie kauen sie auf.
Stattdessen: Holzhaus zum Nagen und eine Timothy-Heu-Höhle für Futter. Laufräder meiden viele Rennmäuse; stattdessen Röhren, Bälle aus Bindfaden/Holz oder Kartonrollen. Halten Sie den Standort warm, passend zu ihrer Wüstenherkunft.
Umgang mit Ihren Rennmäusen
Schnell und neugierig, aber scheu: Handhaben Sie sanft. Beim Umsetzen in die Spielbox Hände unterlegen. Ideal nach der Reinigung, wöchentlich, um Vertrauen aufzubauen.
Fangen Sie an, indem Sie die Hand in den Käfig stecken – lassen Sie sie schnüffeln. Mit Leckerlis füttern, bis sie klettern. Legen Sie sich hin, lassen Sie sie erkunden und streicheln Sie zart. Bleiben Sie in Reichweite oder bauen Sie einen Laufstall mit Spielzeug.
Kümmern Sie sich um Ihre Kleinen
Rennmäuse sind pflegeleicht, aber verantwortungsvoll. Bereiten Sie vor dem Kauf Käfig, Einstreu und Futter vor. Richten Sie einen warmen Platz ein und genießen Sie das Beobachten!
Die Haltung lohnt sich: lohnend und unterhaltsam. Nehmen Sie sich Zeit – Ihre Rennmäuse werden es danken!
Dieser Artikel basiert auf der besten Kenntnis der Autorin und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Stresssymptomen sofort zum Tierarzt.