Sakina ist eine passionierte Vogelhalterin mit langjähriger Erfahrung. Sie hat Papageien und Wellensittiche gepflegt und zieht nun zwei Lovebirds groß, darunter ein pfirsichgesichtiges Männchen, das sie von Hand aufgezogen hat.

Was passiert, wenn ein Lovebird seinen unzertrennlichen Partner verliert?
Als erfahrene Vogelhalterin fiel mir die Veränderung im Verhalten meines handaufgezogenen Lovebirds Mumu nicht sofort auf. Nach dem Tod seiner Partnerin Lulu wirkte er zunächst gefasst – so dachte ich. Doch ich hielt ihn stundenlang außerhalb des Käfigs, da er partout nicht hineingehen wollte. Bei genauer Beobachtung entdeckte ich folgende Anzeichen der Trauer:
- Intensives Schreien
- Verwirrung und Niedergeschlagenheit
- Suchverhalten
- Erhöhtes Beißen
- Appetitlosigkeit

1. Intensives Schreien
Mumu zwitscherte normalerweise fröhlich und vielseitig. Nach Lulus Tod wurde sein Rufen jedoch lauter, schmerzerfüllt und anhaltend – ein klares Zeichen seiner Verzweiflung.
2. Verwirrung und Traurigkeit
Mein sonst quirliger Vogel wirkte desorientiert und traurig. Er verlor seinen Glanz in den Augen, wedelte nicht mehr mit dem Schwanz und hörte auf zu singen.

Dies waren Orte, an denen Mumu und Lulu sich gegenseitig geputzt haben. Die Hängetöpfe gehörten zu Mumus Favoriten.
3. Suchverhalten
Mumu suchte fieberhaft nach Lulu: Er flog zu ihren Lieblingsplätzen zum Spielen, Fressen und Putzen – gefolgt von verzweifelten Schreien.
4. Erhöhtes Beißen
Schon als Jungvogel knabberte Mumu liebevoll an meinen Fingern. Nach Lulus Tod biss er jedoch hart und fordernd zu – ein Hilferuf nach mehr Aufmerksamkeit.
5. Appetitlosigkeit
Mumus Leibgerichte sind Obst und Maiskörner. Doch selbst das lockte ihn nicht aus seiner Trauer. Ich machte mir ernsthafte Sorgen um seine Gesundheit.

Ich ließ Mumu öfter auf meiner Handfläche schlafen, was ihn merklich tröstete.
Maßnahmen, um Mumu zu helfen
Der Verlust traf uns beide hart – Lulu war über drei Jahre bei uns. Als Expertin wusste ich: Trauer braucht Zeit. Dennoch unternahm ich folgende Schritte:
- Längere Freiflugzeiten außerhalb des Käfigs, da er Panikattacken bekam.
- Viel Zuwendung, Streicheln und liebevolle Worte.
- Schlaf auf meiner Handfläche.
- Ermutigung zum Fressen.
- Ständige Präsenz – Trauer respektiert man, egal ob bei Mensch, Tier oder Vogel.
Ein neuer Partner für Mumu
Trotz aller Bemühungen blieb Mumu unglücklich. Handaufgezogene Lovebirds brauchen oft Gesellschaft. Also holte ich Juju, seine neue Gefährtin, nach Hause.

Mumu begann wenige Tage später, Juju zu füttern.
Mumus Reaktion auf Juju
Jujus Energie überwältigte Mumu positiv. Sie war sofort neugierig, er zwitscherte erstmals wieder laut – ein klares Zeichen der Besserung.

Mumu putzt nun Juju hingebungsvoll.
Unterschiede zwischen Lulus und Juju
Lulu war anhänglich, aber stur – es dauerte ein halbes Jahr bis zur engen Bindung. Juju ist verspielt und folgte Mumu sofort. Innerhalb eines Monats waren sie unzertrennlich.
Spaßfakten zu Juju
- Sehr munter und furchtlos.
- Liebt Erkunden, Klettern und Jagen.
- Verspielt mit Seidenpapier und Brotkrümeln.
- Isst Samen in der Wasserschale und grüne Blätter.
Tipps beim Verlust eines Lovebird-Partners
Der Tod eines Partners ist für Halter und Vogel gleichermaßen schmerzhaft. Basierend auf meiner Erfahrung:
- Seien Sie geduldig und geben Sie Zeit zur Trauer.
- Überschütten Sie mit Liebe und beobachten Sie genau.
- Beschaffen Sie schnell einen neuen Partner.
- Lassen Sie sie sich langsam annähern.
- Achten Sie auf Futteraufnahme und Aktivität.
- Nehmen Sie Beißen gelassen – bleiben Sie ruhig und liebevoll.
Zusätzliche Lektüre
Dieser Beitrag basiert auf persönlicher Expertise und Erfahrung. Er ersetzt keine tierärztliche Beratung.