Von Jennifer Kvamme, DVM
In Regionen, in denen die Wintertemperaturen mehr als 40 Stunden pro Monat unter 35 °C fallen, erhalten Haushalte und Haustiere eine Atempause von Flohaktivität. Sobald es im Frühling wärmer wird, können jedoch ungebetene Gäste auftauchen. Flöhe sind besonders aktiv bei günstigen Temperaturen – ideale Bedingungen sind 35 °C bei 70 % relativer Luftfeuchtigkeit.
Als blutsaugende Insekten springen Flöhe auf Hunde und Menschen zu, graben sich ins Fell bis zur Haut und saugen dort Blut. Die Bisse reizen Tier und Mensch gleichermaßen und können starken Juckreiz sowie Entzündungen auslösen.
Verhaltenszeichen bei Flohbefall
Bei starkem Befall sehen Sie Flöhe oft beim Springen auf dem Fell Ihres Hundes. Häufiger zeigen sich subtile Anzeichen: Unruhe, übermäßiges Kratzen, Lecken oder Kauen an bestimmten Stellen. Kopfschütteln und Ohrkratzen deuten ebenfalls auf Flöhe hin.
Haut und Fell gründlich prüfen
Flöhe sind flink und klein (1/16–1/8 Zoll), flach gebaut und dunkelbraun bis schwarz – je voller Blut, desto heller. Drehen Sie Ihren Hund auf den Rücken und kontrollieren Sie Verstecke wie Achseln und Leiste, die warm und geschützt sind. Achten Sie auf rote, unebene Haut, Kratzer, Blutspuren oder Schorf am Bauch, in der Leiste oder am Schwanzansatz. Haarausfall tritt bei intensivem Kratzen auf.
Nutzen Sie einen Flohkamm mit feinen Zähnen, um durch Fell an Rücken und Beinen zu kämmen – immer nah an der Haut. Sammeln Sie gefangene Flöhe in Seifenwasser. Legen Sie weißes Papier unter den Hund: Flohkot (schwarze Krümel) fällt herunter. Benetzen Sie die Flecken mit Wasser – röten sie braun, handelt es sich um verdautes Blut.
Umgebung auf Flöhe untersuchen
Flöhe hausen nicht nur am Hund, sondern im gesamten Haus, vor allem in Fressnapf, Bett und Lieblingsplätzen. Suchen Sie nach Flohkot oder Flöhen. Tragen Sie weiße Socken in Hundebereichen – Flohteilchen kleben sich fest. Eine Lichtfalle hilft nachts: Schüssel mit Seifenwasser neben Nachtlicht stellen. Am Morgen ertrunkene Flöhe bestätigen den Befall.
Tierarzt konsultieren
Finden Sie keine Flöhe, trotz Behandlung, und kratzt Ihr Hund weiter? Fragen Sie Ihren Tierarzt – ich empfehle, Ursachen abzuklären und gezielte Therapien zu besprechen.