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Flohallergie bei Hunden: Symptome erkennen, diagnostizieren und effektiv behandeln

Flöhe zählen weltweit zu den häufigsten äußeren Parasiten bei Hunden und Katzen. Die Flohallergie-Dermatitis (FAD) ist in den USA die häufigste Hauterkrankung bei Haushunden. Eine Studie zeigt einen Anstieg um 13 % in den letzten zehn Jahren.

Als quälendes Problem für Ihren Hund und frustrierend für Sie ist FAD jedoch gut vermeidbar und behandelbar. Hier erfahren Sie als erfahrener Tierarzt alles Wissenswerte – von Ursachen über Symptome bis zur Therapie und Prävention.

Was ist Flohallergie-Dermatitis bei Hunden?

Flöhe saugen innerhalb von Minuten nach dem Kontakt Blut vom Wirt, Ihrem Hund. Dabei injizieren sie Speichel mit Enzymen, Peptiden, Aminosäuren und histaminähnlichen Stoffen in die Haut. Diese lösen beim empfindlichen Immunsystem eine Reaktion aus.

Bei sensibilisierten Hunden entzündet der Flohspeichel die Haut. Manche zeigen eine sofortige Überempfindlichkeit innerhalb von 15 Minuten, andere eine verzögerte Reaktion nach 24–48 Stunden.

Hunde mit atopischer Dermatitis sind besonders anfällig für FAD.

Was, wenn ich keine Flöhe sehe?

Fehlende Sichtbarkeit schließt einen Befall nicht aus.

Flöhe sind kein Sommerproblem – sie überleben ganzjährig. Auch drinnen als Eier, Larven oder Puppen, und Haustiere oder Menschen bringen sie ein.

Symptome einer Flohallergie bei Hunden

Selbst ein einzelner Flohbiss reicht für die allergische Reaktion. Hunde kauen am Schwanzansatz, beißen sich oder springen plötzlich auf.

Juckreiz führt zu Haarausfall vom Rücken bis zum Schwanz. Unbehandelt breitet er sich auf Kopf und Nacken aus. Kratzen, Lecken und Beißen verursachen Wunden, Schorf und Sekundärinfektionen durch Hefe oder Bakterien.

Diagnose einer Flohallergie beim Tierarzt

Bei starkem Juckreiz ist eine professionelle Abklärung essenziell.

Der Tierarzt sucht gezielt nach Flöhen oder Flohkot, oft mit Flohkamm. Unser geschultes Team findet sie zuverlässig, auch wenn Sie zu Hause nichts bemerken.

Weitere Tests klären die Ursache: Bluttests auf IgE gegen Flohspeichel oder intradermale Hauttests durch Dermatologen. Letztere zeigen innerhalb von 15–20 Minuten eine Quaddel.3

Bluttests sind in jeder Praxis machbar.

Sekundäre Hautinfektionen diagnostizieren

FAD geht oft mit Sekundärinfektionen einher. Kutane Zytologie per Klebebandprobe identifiziert Mikroben und Entzündungen schnell und kostengünstig – für die optimale Therapie.4

Behandlung der Flohallergie-Dermatitis

Priorität: Flöhe bei allen Haustieren und in der Umgebung bekämpfen!

Orale Flohmittel

Orale Präparate töten am schnellsten. Spinosad wirkt in 30–60 Minuten. Folgen Sie mit einem Mittel für 30–90 Tage.

Danach baden: Medizinisches Shampoo vom Tierarzt oder rezeptfreies mit Haferflocken und Pramoxin gegen Juckreiz.

Hauttherapie

Nach Flohbekämpfung die Hautentzündung behandeln. Bei Leichtformen: Benadryl (Dosierung vom Tierarzt abklären).

Meist nötig: Steroide, Apoquel oder Cytopoint – besprechen Sie Optionen mit uns.

Flohallergien vorbeugen

Prävention schlägt Therapie: Befall verhindern!

Umwelt reinigen

Haustierbehandlung allein reicht nicht (nur 50 %). Staubsauge Teppiche, Polster, Ritzen; waschen Sie Bettwäsche in heißem Seifenwasser.

Garten behandeln

Schattige Plätze: Raumsprays oder Kammerjäger einsetzen.

Monatliche Schutzmittel

Isoxazolines sind topwirksam und sicher (außer bei Epilepsie). Lassen Sie sich beraten.

Flohpopulation kontrollieren spart Leid, Zeit und Geld – ein Befall kann Monate dauern.

Referenzen

1. Fritz, Anissa. Verwenden Sie diese veterinärmedizinische Studie, um Kunden dabei zu helfen, FAD ernst zu nehmen. 27. Januar 2019. Dvm360.com

2. Lam, Andrea und Yu, Anthony. Overview of Flea Allergy Dermatitis, Dermatology Compendium, Band 31, Nr. 5, Mai 2009.

3. Dryden, Michael. Flohallergie-Dermatitis. Merckvetmanual.com

4. Jangi Bajwa, „Cutaneous Cytology and the Dermatology Patient“, The Canadian Veterinary Journal, (ncbi.nlm.nih.gov)

Bekämpfung von Flöhen und Zecken in Ihrem Zuhause, epa.gov

Kwocka KW. Flöhe und verwandte Krankheiten. Vet Clin North Am Small Ani Pract 1987;17:1235-1262

Beitragsbild: iStock.com/Capuski