Fühlen Sie sich von Ihrem Hund magisch angezogen? Eine Studie erklärt warum: Ein Blick in die Welpenaugen kann den Oxytocinspiegel steigern und Besitzer noch liebevoller machen.Forscher entdeckten, dass Welpenaugen eine ähnliche emotionale Wirkung haben wie der Blick einer Mutter auf ihr Kind – ein Schlüssel zur starken Mensch-Hund-Bindung.
Oxytocin, ein Hormon aus der Hypophyse, reguliert normalerweise Geburt und Stillen, beeinflusst aber auch emotionale, kognitive und soziale Prozesse im Gehirn.
Die Studie von Experten der Azabu-, Jichi- und Tokioter Universitäten untersuchte den Einfluss auf Haustier-Besitzer-Beziehungen.
Im ersten Experiment maßen sie Oxytocinspiegel bei 28 Hunden und ihren Besitzern vor und nach 30 Minuten Interaktion. Bei Augenkontakt stiegen die Werte bei beiden.
Im zweiten Test erhielten 54 Hunde Kochsalzlösung oder Oxytocin nasal. Behandelte Hündinnen starrten länger, was nach 30 Minuten den Oxytocinspiegel der Besitzer anhob.
„Das Blickverhalten von Hunden erhöht die Oxytocin-Konzentration im Urin der Besitzer, was die Zugehörigkeit fördert und umgekehrt bei Hunden steigt“, fassten die Autoren zusammen.
Hunde nutzen Augenkontakt, um Bedürfnisse zu signalisieren – eine Fähigkeit, die sich durch Domestizierung entwickelte.
„Die Bindung Mensch-Hund gleicht der zwischen Eltern und Kind, obwohl keine reproduktive Basis besteht“, erklärt Takefumi Kikusui von der Azabu University.
Die Ergebnisse erschienen in einem renommierten Wissenschaftsjournal.
— Von Natasha Hinde
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