Ihre Trennung belastet nicht nur Kinder und Familie, sondern auch Ihr Haustier. Als erfahrene Tierpsychologin und Beraterin teile ich praxisnahe Einblicke und Lösungen.„Vor einigen Jahren betreute ich einen Dalmatiner, der nach der Trennung seiner Besitzer ein neues Zuhause brauchte. Beide wollten den Hund behalten, ignorierten aber seine Bedürfnisse. Er wurde an eine Drittperson abgegeben, floh Monate später und blieb verschwunden“, berichtet Tierexpertin Anuradha Sawhney.
Heute streiten Paare nicht nur um das Sorgerecht für Kinder, sondern auch um Haustiere. Wer behält das Tier? Sawhney rät: „Oft behält derjenige es, der sich hauptsächlich darum kümmert. Bei Konflikten wird es an Dritte abgegeben.“
Emotionales Trauma für das Haustier
Tiere sind hoch sensibel und reagieren stark auf familiäre Spannungen. Sie zeigen Aggression, Appetitlosigkeit, Lethargie oder zwanghaftes Lecken/Jucken.
Barun Naik, 32-jähriger Bankfachmann, erinnert sich: „Mein sechsjähriger Golden Retriever sollte nach unserer Trennung zu meiner Ex-Frau. Doch die Bindung war zu stark – der Hund starb kurz darauf vor Kummer.“
So schützen Sie Ihr Haustier
Gewohnheitstiere brauchen Stabilität: Streit löst Stress aus: Appetitverlust, Rückzug, Depressionen. Vermeiden Sie laute Auseinandersetzungen vor dem Tier – bringen Sie es in einen ruhigen Raum.
Trennen Sie nicht abrupt: Wenn das Tier stark an Ihnen hängt, vermeiden Sie den Abschied. Das schadet beiden Seiten.
Tierarzt konsultieren: Frühe Anzeichen von Depressionen wie Appetitlosigkeit oder Apathie erkennen und behandeln lassen.
Komfort bieten: Wie nach einem Liebeskummer brauchen Tiere Trost. Nehmen Sie Urlaub mit Ihrem Haustier – viele Hotels erlauben Hunde und Katzen.
Besuche mit dem Ex-Partner fördern: Machen Sie sie positiv. Apeksha Rathi, 27, NGO-Mitarbeiterin: „Unsere Katze war depressiv nach der Trennung. Wöchentliche Besuche meines Ex halfen – heute ist sie wieder fit.“
Neue Umgebungen sanft einführen: Stellen Sie das Tier langsam neuen Menschen vor, für Sicherheit und positives Gefühl.
Wussten Sie?
Studien zeigen: Hunde empfinden Trauer, Liebe, Eifersucht und Angst. Sie haben vier Persönlichkeitsmerkmale wie Menschen: Kompetenz, emotionale Stabilität, Zuneigung und Geselligkeit.
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