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Haustiere haben Rechte: Verantwortungsvoller Umgang und Tierschutz in Indien

Haustiere haben Rechte: Verantwortungsvoller Umgang und Tierschutz in IndienWussten Sie, dass Indien eines der umfassendsten Tierschutzgesetze weltweit besitzt? Dennoch werden viele von uns Zeugen von Tierquälerei. Ein Haustier nach Hause zu holen, bedeutet eine große Verantwortung, auf die die ganze Familie vorbereitet sein muss. Oft geben Eltern den Wünschen ihrer Kinder nach, nur um später festzustellen, dass sie die Pflege nicht leisten können. Viele Tiere enden dann auf der Straße oder werden den ganzen Tag angekettet.

"Ich sehe so viele Menschen, die sich einen Hund anschaffen, weil sie ihn als Statussymbol betrachten und nicht aus echter Zuneigung. Zunächst herrscht Aufregung um den Welpen, doch Monate später, wenn er wächst, wird er in eine Ecke verbannt, angekettet und bei jedem Bellen oder Fehlverhalten geschlagen. Dieses arme Tier wird bestraft, weil es einfach nur sich selbst ist", erklärt Shonali Mani, stellvertretende Redakteurin bei einer Produktionsfirma.
Lassen Sie Haustiere ein echtes Tierleben führen
Ohne angemessene Pflege entwickeln Haustiere problematische Verhaltensweisen und werden aggressiv. Besitzer, die damit nicht klarkommen, setzen sie aus. Nichts ist grausamer, als von der Familie getrennt und in einer fremden Welt allein gelassen zu werden. Im Unterschied zu Straßentieren wissen Haustiere nicht, wie sie sich schützen sollen.

"Über 90 % der Menschen sind nicht tierfreundlich. Sobald die Neuheit vergeht, landen Haustiere auf der Straße – über 60 % sterben. Deshalb sollte man Tiere nicht als Haustiere halten, sondern sie in ihrer natürlichen Umgebung freilassen", meint Dilip Bafna, Treuhänder des Animal Rights Fund.

Das Gesetz zur Verhütung von Tierquälerei gilt seit 1960, gilt jedoch als wirkungslos. Mit Bußgeldern von nur 10 € schützt es Tiere kaum. "Menschen sind die stärkere Spezies und somit eine Bedrohung für Tiere. Lernen Sie erst, was Haustierhaltung bedeutet, bevor Sie eines holen", rät Schauspielerin Aindrita Ray, selbst Hundebesitzerin.

Haustiere haben andere Bedürfnisse als Menschen
Ein Haustier hängt nicht nur von Futter ab – es ist Familienmitglied und braucht Liebe, Raum zum Laufen und gezielte Pflege. "Gehen Sie täglich spazieren, bieten Sie frisches Wasser und Futter, ketten Sie nicht zu lange an und führen Sie regelmäßige Tierarztbesuche durch", empfiehlt Santosh Rajashekar, Treuhänder bei CUPA. Mangelnde Bewegung hemmt das Wachstum und führt zu Hautproblemen oder Organversagen.

Schläge zur Disziplinierung sind veraltet. "Positive Verstärkung durch Zeit und Belohnungen wirkt am besten. Nutzen Sie Online-Videos fürs Training – es stärkt die Bindung", betont Santosh.

Bei Tierquälerei: So handeln Sie richtig
Bei Missbrauch direkt mit dem Besitzer sprechen oder Experten hinzuziehen. Santoshs Team bearbeitet täglich 4–5 Fälle: "Wir beraten anonym, bieten Hilfestellungen oder Übernahme an. Bei Ablehnung wenden wir uns der Polizei zu."

Hunde sind "des Menschen bester Freund", weil sie Loyalität und Freude schenken. "Eltern sollten Kinder über tiergerechten Umgang aufklären. Tiere fühlen Schmerz wie wir und erfüllen Ihr Zuhause mit positiver Energie", sagt Aindrita. "Nutzen Sie keine Hunde als Wachhunde – engagieren Sie Profis stattdessen."

Was das Gesetz verbietet
Nach dem Tierschutzgesetz von 1960 sind strafbar:
- Schlagen, Treten, Foltern oder Schmerzen verursachen.
- Zu kleine Gehege ohne Bewegungsfreiheit.
- Kurze Leinen oder schwere Ketten.
- Ständiges Einsperren oder Anbinden.
- Mangel an Nahrung, Wasser oder Unterkunft.
- Aussetzen in Gefahr, Krankheit oder Alter.
- Verstümmeln ohne Betäubung (z. B. Ohren-/Schwanzdocken).
- Fehlende tierärztliche Versorgung.
- Tierkämpfe oder Überzucht.

Prominente für Tierrechte
Amitabh Bachchan: Rief weltweit zur Rettung des traumatisierten Elefanten Bijlee auf.
Madhuri Dixit-Nene: Rettete sieben regennasse Welpen während Dreharbeiten.
Trisha Krishnan: Protestierte gegen die Razzia von 30.000 Straßenhunden in Chennai.
Raveena Tandon-Thadani: Pflegt gerettete Straßenhunde und adoptierte aus Tierheimen.
John Abraham: Kämpft gegen Jallikattu, tanzende Affen und Zirkusmissbrauch.