Am 12. November 2019 von Dr. Hanie Elfenbein, DVM, PhD, auf Genauigkeit überprüft und aktualisiert
In der Weihnachtszeit sorgen dekorative Pflanzen für festliche Stimmung im Zuhause. Doch einige Zierpflanzen bergen ernsthafte Gefahren für Hunde und Katzen. Leichte Verdauungsprobleme sind möglich, aber in schweren Fällen drohen schwere Erkrankungen oder sogar der Tod.
Bevor Sie festliches Grün ins Haus holen, informieren Sie sich: Welche Pflanzen sind sicher, welche sollten unerreichbar sein und welche besser vermieden werden? Als Tierärztin mit langjähriger Erfahrung rate ich: Sicherheit geht vor.
Weihnachtsstern
Viele halten den Weihnachtsstern für tödlich giftig – das ist ein Mythos. Der milchige Saft reizt Mund und Speiseröhre, was zu Übelkeit und Erbrechen führt. Eine gefährliche Vergiftung erfordert jedoch enorme Mengen, die Tiere wegen des bitteren Geschmacks meiden.
Achtung bei pestizidbehandelten Pflanzen: Diese können schwerwiegend schaden. Kleine Tiere wie Welpen und Kätzchen sind besonders gefährdet. Symptome reichen bis zu Krämpfen, Koma oder Tod. Stellen Sie Weihnachtssterne daher hoch und unerreichbar.
Stechpalme und Mistel
Stechpalme und Mistel sind hochgiftig – weitaus mehr als der Weihnachtsstern. Beeren und Blätter verursachen Erbrechen, Durchfall, Speicheln und Bauchschmerzen.
Mistel enthält Toxalbumine und Phoratoxine, die zu Blutdruckabfall, Atemnot, Halluzinationen, Krämpfen und Tod führen können. Lagern Sie Blätter, Beeren – auch getrocknet – außer Reichweite oder tunen Sie sie komplett weg.
Lilien und Narzissen
Lilien (Lilium, Hemerocallis) und Narzissen sind beliebte Geschenke, aber hochgefährlich. Für Katzen reicht eine winzige Menge Lilie für Nierenversagen, Krämpfe und Arrhythmien.
Narzissen-Zwiebeln sind am toxischsten; Bisse können tödlich sein. Nutzen Sie diese Blumen lieber am Arbeitsplatz – fern von Haustieren.
Amaryllis (Belladonna)
Amaryllis fasziniert mit Blütenpracht, übertrifft sie aber in Toxizität. Lycorin löst Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Lethargie und Zittern aus. Die Zwiebel ist am gefährlichsten. Auch als Belladonna, Saint Joseph Lily oder Naked Lady bekannt – halten Sie sie draußen.
Weihnachtskaktus
Der Weihnachtskaktus (ähnlich Osterkaktus) ist ungiftig. Faseriges Material kann jedoch Erbrechen oder Durchfall reizen. Stacheln verletzen neugierige Welpen und Kätzchen. Platzieren Sie ihn sicher.
Der Weihnachtsbaum
Weihnachtsbäume bergen Risiken jenseits von Lichterketten: Harzöle reizen Magen und Mund, Nadeln verursachen Verstopfungen und Puncture. Stauwasser enthält Bakterien, Schimmel und Dünger – giftig bei Trinken.
Decken Sie das Wasser ab. Katzen klettern gerne: Sperren Sie den Baum ein, um Verletzungen und Chaos zu vermeiden.
Auf Nummer sicher gehen
Bei potenziell giftigen Pflanzen: Hohe, stabile Plätze wählen – Katzen springen hoch. Pflanzenfressern künstliche Alternativen anbieten.
Bei Verdacht auf Vergiftung: Sofort Tierarzt oder Giftnotruf kontaktieren. ASPCA-Hotline: 1-888-426-4435 (rund um die Uhr).
Mit Vorbereitung genießen Sie entspannte Feiertage mit Ihren Liebsten.