Fühlen Sie sich niedergeschlagen? Verhalten sich Ihre Kinder irrational? Ein Haustier könnte genau die richtige Therapie sein – empfohlen von Experten.Als Einzelkind war Aniket Singh es gewohnt, dass seine Wünsche sofort erfüllt wurden. Doch während eines Schulausflugs musste er ein Zimmer mit einem Mitschüler teilen – eine Herausforderung, die zu Konflikten führte. Seine Lehrer informierten die Eltern, die schockiert waren. Auf Rat eines Freundes holten sie einen zweimonatigen Deutschen Schäferhund-Welpen nach Hause. Singh nannte ihn Leo und veränderte sich rasch: Er wurde einfühlsam und fürsorglich. "Heute geht er als Erstes mit Leo spazieren und feiert sogar dessen Geburtstag mit großem Tamtam", berichtet Frau Singh. Leo hat die Persönlichkeit ihres Sohnes grundlegend geprägt.
Eine aktuelle Studie bestätigt: Haustierhunde senken das Risiko für Asthma und Allergien bei Kindern. Unsicher, ob ein Haustier zu Ihnen passt? Hier die wichtigsten Gründe von Fachleuten:
Das natürliche Antidepressivum
Das warme Gefühl, wenn ein Hund Sie ableckt? Dahinter steckt Wissenschaft. "Interaktionen mit Hunden fördern die Oxytocin-Produktion – das Glückshormon, das auch Mütter beim Stillen freisetzen", erklärt Minal Kavishwar, Gründerin der Animal Angels Foundation, die Therapiehunde ausbildet.
Stärkung des Immunsystems
Hunde boosten das Immunsystem von Kindern. Frühe Exposition gegenüber Mikroben schult es nachhaltig.
Entwicklung des EQ
Haustiere wecken Fürsorge. "Während wir IQ betonen, ist emotionaler Intelligenz-Quotient entscheidend. Ein Hund macht Kinder empathischer und zukunftssicher", betont Dr. Makarand Chousalkar, Tierarzt in der Top Dogs Clinic.
Die perfekte Bindung
Hunde fühlen sich bei Menschen wohl und bieten bedingungslose Akzeptanz – ideal gegen Stress. "In unserer hektischen Welt ist diese Verbindung unschlagbar", sagt Dr. Sangeeta Vengasarkar Shah.
Sensitiv für Emotionen
"Hunde spüren Stimmungen und reagieren: Bei Freude toben sie mit, bei Stress sind sie ruhig", ergänzt Kavishwar.
Disziplin und Fitness
Sharda Dahiya erholte sich nach einem Bandscheibenvorfall schneller dank täglicher Spaziergänge mit Labrador Caesar – von einem Jahr auf sieben Monate. "Regelmäßige Bewegung mit dem Hund hält fit und diszipliniert", rät Dr. Chousalkar.
Kuscheln lindert Stress
Umarmungen senken Blutdruck und beruhigen. "Die Wärme eines Hundes wirkt Wunder", sagt Kavishwar.
Keine Zeit für Hunde? Alternativen
Katzen oder Aquarien helfen ebenso. Katzenzungen fördern Durchblutung, langsame Fische wie Kaiserfische senken Herzfrequenz und beruhigen.
(Von Ektaa Malik)
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