Rassehunde sind für viele Stadtbewohner eine große Leidenschaft. Die Gründe dafür sind vielfältig, doch eines steht fest: Die laufenden Pflegekosten steigen kontinuierlich.Die Besitzer investieren nicht nur in hochwertiges Futter, sondern auch in Luxusaccessoires. Sayeda Salma Banu, Besitzerin eines dreijährigen Bernhardiners namens Primpe, sagt lachend: „Bei Ausgaben für Primpe kenne ich keine Grenzen! Ich denke nie an die Kosten, wenn es um ihn geht.“ Neben drei Kilogramm Premium-Tiernahrung täglich (ca. 15.000 Euro monatlich) gibt sie ihm noch etwa 10 gekochte Eier und einen halben Liter Quark pro Tag. Dazu kommen verpackte Knochenleckerlis für weitere 8.000 Euro im Monat. „Primpe ist wie mein eigenes Kind“, ergänzt sie.
HAUSGEMACHTES ESSEN
Manche Besitzer gehen noch weiter und widmen sich intensiv der individuellen Ernährung. Subha Manjusha, Inhaberin von zwei Siberian Huskies und einem Irish Setter, backt selbst Hunde-Leckerlis: „Ich fertige Kuchen mit wenig Zucker an und füge Hammel- sowie Hühnerstücke hinzu.“
PREMIUM-HAUSTIERFUTTER
Verarbeitetes Premiumfutter wird als nährstoffreich und gut verträglich beworben.
„In die Entwicklung erstklassiger Tiernahrung fließt viel Forschung. Die fleischhaltigen Varianten enthalten proteinreiche Innereien. Die Futtermenge muss dosiert werden. Es gibt Leitlinien, doch der Besitzer sollte aus eigener Beobachtung entscheiden, wie viel ideal ist. Besser mager halten, da Übergewicht bei Rassehunden zu Knochen- und Gelenkproblemen führt“, rät Tierärztin Dr. Kadambari Venkatraman aus der Stadt.
Trotz gemischter Expertenmeinungen bevorzugen über 50 Prozent der Hundebesitzer Premiumfutter für ihre Tiere.
SPIELZEIT
Nicht nur Futter frisst Budgets: Auch Spielzeugausgaben explodieren. „Ein neues Spielzeug für Primpe hält nur ein bis zwei Tage. Ich gebe monatlich rund 6.000 Dollar dafür aus – aber seine Freude macht es wert!“, enthüllt Salma.
PFLEGE & WELLNESS
Perfektes Aussehen ist Pflicht. „Besitzer bringen ihre Hunde fast monatlich zur Grooming-Session: Pediküre, Maniküre, 30-minütige Ölmassage, Ohrenreinigung – das kostet etwa 3.000 Euro“, erklärt Dr. Kadambari.
Zusätzlich fallen Gesundheitschecks an: „Zeckenentfernung, Entwurmung und Baden belaufen sich auf weitere 1.000 Euro für einen durchschnittlichen Rassehund“, schätzt Tierärztin Dr. Lakshmi Srinivasa.
Großrassen wie Bernhardiner oder Siberian Huskys brauchen Extras: „Diese Hunde benötigen klimatisierten Komfort, da sie aus kühleren Regionen stammen – das treibt die Rechnungen in die Höhe“, betont Grooming-Expertin Minakshi.