Das Füttern Ihrer Katze wirkt auf den ersten Blick unkompliziert: Wählen Sie hochwertiges Futter mit ausgewogener Nährstoffzusammensetzung, und alles ist erledigt. Tatsächlich hängen die Ernährungsbedürfnisse Ihrer Katze jedoch von drei eng verknüpften Faktoren ab: dem Tier selbst, der Futterwahl und der Umgebung.
[Mit freundlicher Genehmigung des American College of Veterinary Nutrition]
Als erfahrener Tiernahrungsexperte empfehle ich für gesunde, adulte Katzen das MyBowl-Tool, um die Qualität und Ausgewogenheit des Futters zu prüfen. Bei kranken Tieren konsultieren Sie bitte Ihren Tierarzt für maßgeschneiderte Empfehlungen. Nach der richtigen Futterwahl achten Sie auf Umwelteinflüsse, die Gesundheit und Fressverhalten beeinflussen können.
Forschung aus dem Jahr 2011 belegt: Stress allein kann gesunde Katzen erkranken lassen. In der Studie reagierten Katzen auf Alltagsstörungen wie Kälte, Routinewechsel, Umzugsstress, Möbelverschiebungen, Lärm oder fehlende Rückzugsorte mit Erbrechen, vermehrtem Haarballen, reduzierte Toilette-Nutzung, Appetitlosigkeit, Lethargie und Sozialvermeidung. Alle Symptome verschwanden, sobald der Stress nachließ.
Diese Erkenntnisse zeigen: Gestresste Katzen fressen schlecht – selbst optimales Futter nützt nichts, wenn es ungegessen bleibt.
Der Lebensstil spielt ebenso eine Rolle. Eine niederländische Studie von 2007 mit 288 Katzen fand ein höheres Diabetes-Risiko bei Wohnungskatzen mit wenig Bewegung und geringer Trockenfutteraufnahme. Der Rat: Halten Sie Ihre Katze aktiv, um Übergewicht und Diabetes vorzubeugen – Freigang ist nicht zwingend nötig.
Neben der Futterwahl sind Bewegung, Stressreduktion und Umweltfaktoren entscheidend für das Wohlbefinden Ihrer Katze.
Krankheitsverhalten als Reaktion auf ungewöhnliche äußere Ereignisse bei gesunden Katzen und Katzen mit feliner interstitieller Zystitis. Judi L. Stella, Linda K. Lord und CA Tony Buffington. Zeitschrift der American Veterinary Medical Association.
Slingerland LI, Fazinova VV, Plantinga EA, et al. Der Aufenthalt in geschlossenen Räumen und körperliche Inaktivität sind eher Risikofaktoren für die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2 bei Katzen als der Anteil an Trockenfutter. Tierarzt J 2007.