Arushi Taneja, eine BBA-Studentin aus der Stadt, hat letzten Monat ihre Zweitjahresprüfungen bestanden – nach einem Jahr intensiver Vorbereitung. Von Coaching-Kursen bis zu einem 15-stündigen täglichen Lernplan mit striktem Verbot von TV und Social Media war sie am Ende völlig ausgebrannt. „Egal, wie sehr ich mich bemühe, Stress, Angst und Nervosität fernzuhalten, bei der Prüfungsvorbereitung ist das fast unmöglich. Nach all der harten Arbeit brauchte ich dringend Entspannung“, erklärt sie. Statt ins Spa oder in den Urlaub ging Arushi zu einer „Haustiertherapie“: Spielen im Freien, Kuscheln und Spazierengehen mit einem Therapiehund. Immer mehr Großstädter greifen auf diese therapeutische Methode zurück, um Schul- und Alltagsstress zu bewältigen. Hier mehr Details:Ein Hündchen am Tag hält die Traurigkeit fern
Diese Therapiehunde sind speziell trainiert, um Kinder emotional zu unterstützen, mit ihnen zu interagieren und sie glücklich zu machen. Garvita Shah, Besitzerin von Therapiehunden in Pune, betont: „Viele Jugendliche mit Depressionen, Ängsten oder Traurigkeit suchen nicht nur Therapie, sondern einen Gefährten. Sie kommen, um mit den Tieren zu spielen, zu reden, Fotos zu machen und einfach zu entspannen. Von 25 Jungen und Mädchen, die wegen Prüfungsstress kamen, wollten 15 nur Zeit mit den Tieren verbringen.“
Daniel D’Souza, Banker in der Stadt, mietete kürzlich einen Therapiehund für eine Woche, um Tierkontakt zu üben. „Meine Frau möchte einen Welpen adoptieren, ich war skeptisch – ich hatte in der Kindheit keine Tiererfahrung. Der Therapiehund half, diese Barriere zu überwinden. Ich habe mich erstmals geöffnet und fühle mich glücklicher. Es wirkt hochgradig therapeutisch.“
„Therapie mit Hunden und Katzen fühlt sich wie echte Bindung an, nicht wie Behandlung. Nach dem Verlust meiner Katze Munni war ich depressiv. Seit sechs Monaten nutze ich Katzentherapie – diese Tiere sind trainiert, tröstend zu wirken. Sie sind anhänglich und heilen durch bloße Nähe“, berichtet Rohit Kumar, Student der Internationalen Betriebswirtschaft.
Was sind Therapiehunde?
„Therapiehunde werden als Welpen von professionellen Tiertherapeuten ausgebildet. Rassen wie Golden Retriever und Labrador lernen, enger Mensch-Tier-Kontakt herzustellen, Emotionen zu spüren, zuzuhören, zu umarmen und Trost zu spenden – auch Kindern mit Behinderungen“, erklärt Dr. Ashwini Deshmukh, Therapeutin in der Stadt und Besitzerin des Therapiehundes Florence. „Hunde bieten bedingungslose Liebe und Sicherheit. Sie geben Jugendlichen das Gefühl, gebraucht zu werden, ohne zu urteilen. Eine Sitzung, in der ein Welpe das Gesicht leckt, hebt die Stimmung sofort.“
„Wir ermutigen Jugendliche, mit den Tieren in den Park zu gehen, zu spielen und zu reden. So entsteht eine echte Bindung – die Tiere reagieren mit Lecken und Umarmungen“, ergänzt Devanshi Ahuja, Besitzerin von Therapietieren.
Hündchen an der Spitze der Therapie
Die Flughafenbehörde am Mumbai International Airport kooperierte kürzlich mit der Organisation von Minal Kavishwar aus Pune im „Airport Comfort Dogs Program“, um gestrandete oder heimwehkranke Passagiere zu beruhigen.
„In Europa und Nordamerika besuchen Therapiehunde Gefängnisse, um Insassen bei psychischen Problemen und Sucht zu helfen, sowie Krankenhäuser“, informiert Klinische Psychologin Dr. Sheela Pandey.

Studenten in Parkland, Florida, ehrten 14 Therapie- und Begleithunde in einem Jahrbuch mit pelzigen Porträts – für ihre Hilfe bei den Nachwirkungen der Massenerschießung im Vorjahr.