Obwohl es keinen wissenschaftlichen Beweis gibt, dass Haustiere das COVID-19-Virus in den frühen Pandemietagen auf Menschen übertragen konnten, haben aus Angst vor einer Infektion manche Haustierbesitzer ihre Katzen und Hunde im Stich gelassen. Das führte zu mehr streunenden Rassehunden auf leeren Straßen. In den letzten zwei Monaten sind Adoptionsanfragen für Hunde stark gestiegen – diese verlassenen Vierbeiner suchen ein neues Zuhause und liebevolle Eltern.
Haustiere sind besitzergreifend gegenüber ihren MenschenSrishti Hota, SYBMM-Studentin am Sophia College, berichtet: „Mein Kater Juju ist extrem besitzergreifend. Er greift meine Katze Sweet Dolly an, wenn ich ihr mehr Aufmerksamkeit schenke. Sie ist geduldig und kuschelt sich danach in meinen Schoß. Um Streit zu vermeiden, füttere ich sie getrennt an gegensätzlichen Enden des Raums – Juju immer zuerst, sonst schmollt er. Sweet Dolly mag Juju insgeheim. Der Lockdown hat ihre Dynamik verstärkt: Gegensätze ziehen sich an!“
Srishti Hota mit Kater Juju (Bombay-Katze) und Sweet Dolly (Turkish Van) Viele Haustierbesitzer wollen adoptieren, fürchten aber, ihr älteres Tier zu verärgern und Verhaltensprobleme auszulösen. Wichtig: Bereiten Sie Ihr erstes Haustier vor, damit es das Neue freundlich aufnimmt – ohne Eifersucht oder Aggression. Wie bei menschlichen Geschwistern kann das zu Groll führen. Wie lösen Sie das?
Aditya Khanna, Medienexperte und Haustierbesitzer aus Delhi, erklärt: „Katzen reagieren extrem: Sie kämpfen heftig oder ignorieren das Neue. Hunde passen sich dank ihrer anpassungsfähigen Natur schneller an.“
Ein zweites Haustier adoptieren gleicht der Ankunft eines neuen Kindes. Sreetama Ghosh Nandi, technische Redakteurin in Bengaluru, hat fünf Hunde: Luke, Juno, Squash, Haichi und Mia. Bei jedem Neuen bereitete sie alle vor.
„Die meisten Hunde sind nicht begeistert – es stört ihren Raum. Streicheln Sie das Neue nicht übertrieben und ignorieren Sie das Alte nicht. Füttern Sie getrennt, da Aggressionen oft um Futter entstehen. Gehen Sie gemeinsam spazieren für Bindung. Lassen Sie Knurren zu, greifen Sie nicht ein“, rät Sreetama.
Hunde etablieren schnell Hierarchien. Bei Kämpfen notieren Sie Auslöser (Futter, Spielzeug, Aufmerksamkeit) und entfernen Sie ihn. Hunde lernen durch Knurren und Zähnefletschen – solange kein Blut fließt, passen sie sich in einem Monat an. Bleiben Sie ruhig, halten Sie Routinen bei.

Der erste Kontakt braucht Planung. Tina Malkani Gholap, HR-Expertin, Tieraktivistin und Kommunikatorin, empfiehlt: „Stellen Sie Ihr Haustier dem Neuen zuerst auf neutralem Terrain vor. Draußen ist es fügsamer. Lassen Sie sie schnuppern – so lernen Sie das Temperament.“
Nach mehrmaligen Treffen draußen holen Sie das Neue kurz heim. Es kennt den Geruch schon und freut sich über „Besuch“. Erhöhen Sie die Zeit schrittweise – bis zu einer Woche. „Besser bekanntmachen, als zu erzwingen“, betont Tina.
Vorbereitung im Voraus
Aditya Khanna, Medienprofi und Vater der 8-jährigen Jolly mit Hund, gibt Tipps:
- Kaufen Sie extra Schüssel und Etagenbett für ähnliche Größe – macht vertraut.
- Geben Sie dem Neuen im Voraus einen Namen und nennen Sie ihn vor dem Alten.
- Bleiben Sie gelassen, keine plötzlichen Änderungen; planen Sie 2-3 Tage Vorlauf.
- Üben Sie mit fremden Hunden zu Hause, um Verhalten zu beobachten.