Die Familie Sharma hat letztes Jahr einen Mops-Welpen namens Cooper adoptiert. In den vergangenen Monaten haben sie unzählige schöne Stunden mit ihm verbracht. Doch die enge Bindung hat unerwartete Herausforderungen mit sich gebracht. Nandini Sharma berichtet: „Cooper wirkt total verzweifelt, sobald wir das Haus verlassen. Mit über sieben Monaten fühlte er sich sicher im gesamten Haus, doch bei den letzten drei bis vier Malen, als wir ihn kurz allein ließen, erwarteten uns Verhaltensprobleme. Unser Hundetherapeut diagnostizierte Trennungsstress.“
Experten bestätigen: Trennungsangst bei Haustieren ist ein echtes Problem, besonders bei Welpen aus der Pandemiezeit. Bleiben sie allein, zeigen sie starken Stress mit variierenden Symptomen – oft als Angst vor dem Alleinsein im Haus.
Tierverhaltensforscherin Varuna Kaur erklärt: „Viele Hunde genossen die intensive Zeit mit ihren Besitzern während Lockdown und Homeoffice. Doch wenn das endet, leiden sie am meisten. Balancieren Sie die Zeit aus und holen Sie professionellen Rat ein, um damit umzugehen.“

Shirin Merchant, erfahrene Hundetrainerin und Verhaltensspezialistin mit jahrelanger Praxis, teilt bewährte Tipps zur Bewältigung von Trennungsangst.
Nandini Sharma mit Familie und CooperBewährte Tipps von Profis:
- Lassen Sie Ihren Hund nicht überallhin folgen. Gewöhnen Sie ihn schrittweise daran, allein in einem Raum zu warten, während Sie in einen anderen gehen.
- Vermeiden Sie Überbehütung. Sprechen Sie nicht ständig mit ihm und ignorieren Sie ihn gelegentlich, auch wenn er in der Nähe ist. Mentale Distanz schafft Unabhängigkeit – bei anhänglichen Hunden steckt oft ein anhänglicher Besitzer dahinter. Widmen Sie sich Hobbys wie Malen oder Kochen.
- Planen Sie täglich Alleinzeit ein, in der er ruht oder sich kreativ beschäftigt. Alleinsein beruhigt den Geist und fördert Selbstgenuss – für Hund und Halter gleichermaßen.
- Qualität statt Quantität: Trainieren Sie Tricks, spielen Sie interaktive Spiele und bauen Sie positive Erlebnisse auf, ohne pausenlos zu interagieren.
- Üben Sie den "Platz-Befehl": Lernen Sie ihm bei, sich an einem Ort zu entspannen. Erhöhen Sie die Dauer schrittweise und verschwinden Sie kurz aus Sichtweite – immer unter Beobachtung seines Wohlbefindens.
- Erkennen Sie Stresssignale frühzeitig: Wissen Sie, wann er ängstlich oder entspannt ist.
- Senken Sie das allgemeine Stresslevel: Gestresste Hunde reagieren empfindlicher auf Alleinsein. Achten Sie auf Indikatoren.
- Bauen Sie Selbstvertrauen auf: Riechspiele, positives Training und Schleppleinen fördern Sicherheit beim Alleinsein.
- Verstehen Sie: Zerstörerisches Verhalten ist keine Bosheit. Bestrafung verschlimmert es – Geduld zahlt sich aus.