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Western Bändergeckos im Berserker-Modus: So bezwingen sie Skorpione – Beeindruckende Hochgeschwindigkeitsaufnahmen einer neuen Studie

Western Bändergeckos im Berserker-Modus: So bezwingen sie Skorpione – Beeindruckende Hochgeschwindigkeitsaufnahmen einer neuen Studie

Normalerweise ruhig und sanftmütig, verwandeln sich Western Bändergeckos (Coleonyx variegatus) in aggressive "Berserker", sobald sie einen Skorpion angreifen. Neue Forschung der San Diego State University (SDSU) dokumentiert dieses faszinierende Verhalten in atemberaubenden Aufnahmen.

Malachi Whitford, Hauptautor der Studie und promovierter Ökologe an der SDSU, beschreibt die Geckos als "das am wenigsten einschüchternde Tier, dem Sie jemals begegnet sind". Doch bei Skorpionen peitschen sie ihren Kopf hin und her und schlagen die Beute wiederholt auf den Boden. In einer Erklärung erklärt er: "Sie gehen in den Berserker-Modus." Dieses Verhalten könnte die Geckos vor den giftigen Stacheln schützen, wie die Studie andeutet.

Solche schlagenden Techniken sind bei Roadrunnern, Krokodilen und Fleischfressern bekannt, doch dies ist die erste detaillierte Analyse beim Bändergecko, teilt Whitford mit Live Science per E-Mail.

Diese 10 bis 15 cm großen Reptilien bevölkern trockene Regionen im Westen Nordamerikas, ernähren sich hauptsächlich von Insekten und naschen gelegentlich Dünenskorpione (Smeringurus mesaensis).

Co-Autor und SDSU-Professor Rulon Clark entdeckte das Verhalten in den 1990er Jahren als Assistent nahe Yuma, Arizona. Whitford, heute Umweltwissenschaftler am Clovis Community College in Fresno, Kalifornien, bestätigt: Die Geckos zeigten das Schütteln sofort bei Skorpionen. Nach dem wilden Manöver verschlangen sie die Beute in Sekunden.

Western Bändergeckos im Berserker-Modus: So bezwingen sie Skorpione – Beeindruckende Hochgeschwindigkeitsaufnahmen einer neuen Studie

Die Forscher filmten mit 1.200 Bildern pro Sekunde: 21 Versuche mit neun Geckos und Skorpionen, 10 mit acht Geckos und harmloser Beute. Digitale Tracking-Software analysierte Kopfbewegungen – Geschwindigkeit, Beschleunigung – während die Tiere die Skorpione Dutzende Male in Sekunden peitschten.

Die zyklischen Drehungen zerschmettern die Skorpione am Boden, ergab die Analyse.

Mögliche Vorteile: Immobilität (nur 62 % der Skorpione bewegungsunfähig danach), reduzierte Giftwirkung oder gebrochener Stachel. Rund 90 % der Geckos wurden gestochen, doch das Schütteln mildert Risiken, schlussfolgern die Experten: "Es verursacht Massentrauma, Immobilität oder bricht den Stachel."

Zukünftige 3D-Modelle und Multi-Kamera-Aufnahmen klären die Effekte, fordert Whitford. "Von oben sehen wir das Schleudern, aber nicht alle Kräfte – 3D-Videografie wäre ideal."

Die Studie erschien am 5. Januar im Biological Journal of the Linnean Society.