Viele sehen Angeln als entspannte Freizeitaktivität. Für den YouTuber und Naturschützer Payton Moore aus Texas wurde ein Ausflug jedoch zu einer atemberaubenden Jagd auf einen Riesenfisch.
Letzte Woche fuhr Moore einen Bayou in Houston entlang, auf der Suche nach einem über 2,5 Meter langen Alligator-Gar (Atractosteus spatula) mit geschätzten 136 Kilogramm Gewicht. Er fand sein Ziel – und landete den Koloss erfolgreich. „Es fühlte sich an, als würde ein Auto anrollen und ich halte bis zum Schluss fest“, beschrieb Moore gegenüber der Houston Chronicle.
Nach der Vermessung am Ufer ließ er den Fisch sorgfältig frei. Am 7. Mai lud er ein Video des Fangs auf seinen Kanal WILD LIFE hoch.
„Ein hervorragendes Exemplar“, urteilt Nate Smith, Forschungsbiologe beim Texas Parks and Wildlife Department und Gar-Experte, gegenüber WordsSideKick.com. „Ohne präzise Messungen ist das Gewicht schwer exakt zu bestimmen, doch es handelt sich um einen beeindruckenden Fisch.“
Nach Angaben des Texas Parks and Wildlife betrug das offizielle Rekordgewicht eines Alligator-Gars in Texas 137 kg (302 Pfund), gefangen 1953 mit einer Trotline. Moores Fang könnte diesen übertreffen, bleibt aber ohne Zertifizierung rekordlos.
Gars sind uralte Fische, einst weltweit verbreitet. Das Florida Museum berichtet von Fossilien aus der Kreidezeit (145–66 Mio. Jahre) in Europa, Afrika und Südostasien. Heute existieren nur sieben Arten.
Der Alligator-Gar, größte lebende Gar-Art, zählt zu Nordamerikas größten Süßwasserfischen, wie National Geographic beschreibt. Er bewohnt das untere Mississippi-Tal und ernährt sich von kleinen Fischen, Krabben, Vögeln und Schildkröten. Für Menschen harmlos, sind seine Eier giftig und ungenießbar.
Früher wurden Gars als Schädlinge bekämpft, um Edelfischen Platz zu machen. Heute fördern Organisationen wie das Texas Parks and Wildlife Department ihren Schutz. Es gilt ein Tageslimit von einem Fisch; Smith empfiehlt Fang-und-Freilassung.
„Alligator-Gars atmen Luft“, erklärt Smith. „Sie vertragen kurze Auszeiten aus dem Wasser für Fotos, solange sie kühl und feucht gehalten werden – besonders in der prallen Sonne.“
Moore möchte mit seinem Video die Faszination für diese Riesen wecken: „Sie sind leider selten geworden. Es ist eine Ehre, diesen wilden Fisch in seiner Heimat zu begegnen.“