Von Jessica Remitz
Wenn Sie im Frühling Blumenzwiebeln pflanzen oder frische Blumen schneiden, bedenken Sie: Manche Pflanzen und Düngemittel sind für Hunde und Katzen giftig. Dr. Justine Lee, erfahrene Notfall-Tierärztin und CEO von VetGirl, LLC, teilt fundierte Infos zu Risikopflanzen und Erste-Hilfe-Maßnahmen.
Giftige Pflanzen für Hunde
Erwartungsgemäß gefährlich sind Frühlingszwiebeln wie Tulpen, Narzissen und Hyazinthen – vor allem die Unterseite der Knolle. Hunde graben sie gerne aus, besonders in organischen Düngern. Große Mengen verursachen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Schwere Fälle führen zu erhöhter Herzfrequenz, Atemnot, Obstruktionen oder selten Herzrhythmusstörungen.
Organische Dünger aus Knochen-, Blut- oder Federmehl locken Hunde zusätzlich. Sie sind nicht tödlich, verursachen aber bei Überdosierung Magenschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Pankreatitis.
Giftige Pflanzen für Katzen
Lilien sind ein Top-Risiko: Tiger-, Tag-, Oster-, Sterngucker-, Rot- und Waldlilien sind hochgiftig. Pollen, Blätter, Stängel oder Vasenwasser lösen Nierenversagen aus – Symptome: Lethargie, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe.
Frühlingskrokusse verursachen Magen-Darm-Beschwerden, die seltene Herbstzeitlose ist extrem giftig. Maiglöckchen führt zu Erbrechen, Bradykardie und schweren Herzrhythmusstörungen.
Sicherheitstipps von der Expertin
Halten Sie Haustiere von Risikobereichen fern – nutzen Sie eingezäunte Gärten oder Hundeparks. Bei Verdacht auf Verschlucken: Sofort Tierarzt oder Gift-Hotline kontaktieren.
Vermeiden Sie Hunde-Flohmittel bei Katzen – sie metabolisieren diese schlechter und riskieren Krämpfe. Wählen Sie immer katzenspezifische Produkte und lesen Sie Etiketten genau.
Meiden Sie diese Pflanzen, um Unfälle zu verhindern. Für mehr Infos: Tiergift-Hotline.