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10 gängige Mythen über Tierheime – enttarnt von Branchenexperten

Von Jaime Lynn Smith

Tierheime sind ein unschätzbarer Gewinn für Gemeinden, Anwohner und vor allem für die Tiere. Leider ranken sich viele Missverständnisse um ihren Zweck und Beitrag. Als erfahrene Beobachterin der Szene klären wir hier 10 weit verbreitete Mythen auf – gestützt auf Einblicke von Fachleuten. Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

1. Alle Tierheime werden von großen Organisationen wie ASPCA oder HSUS betrieben.

Irrtum. Ayse Dunlap, Betriebsleiterin der Cleveland Animal Protective League (APL), die jährlich rund 16.000 Tiere betreut, widerspricht: „Das ist absolut falsch – es gibt keinerlei Zugehörigkeit.“ Die meisten Einrichtungen finanzieren sich ausschließlich durch lokale Spenden und Zuschüsse, außer staatliche Einrichtungen.

2. In Tierheimen gibt es nur alte Tiere zur Adoption.

Irrtum. Haustiere jeden Alters – von Welpen bis Senioren – warten auf ein Zuhause. Ellen Quimper von Love-A-Stray Cat Rescue (LAS) in Avon, Ohio, das etwa 1.000 Tiere pro Jahr aufnimmt, berichtet: Derzeit stehen über 20 Kätzchen zur Verfügung, täglich mindestens 10 plus adulte Katzen. Dunlap ergänzt: Die APL hat aktuell 40–50 Kätzchen und Welpen. „Es hängt von der Saison ab – im Winter weniger Kätzchen.“ Beide Organisationen adoptieren altersunabhängig.

3. Das Personal kennt sich nicht aus mit Tieren.

Irrtum. Dunlap betont: „Tierheimmitarbeiter sind hochqualifiziert – oft mit Hintergrund als Vet-Techs, Tierärzte oder Verhaltensspezialisten.“ Sie kennen Persönlichkeit, Temperament, Vorlieben und Futterpräferenzen. Tipp: Fragen Sie nach dem aktuellen Futter und behalten Sie es bei, bis ein Tierarztbesuch ansteht.

4. Tierheime haben nur Hunde und Katzen.

Irrtum. Viele, wie die Cleveland APL, vermitteln Kleinsäuger wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Rennmäuse – sogar Vögel wie Papageien.

5. Reine Rassehunde und -katzen gibt es in Tierheimen nicht.

Irrum. Laut Found Animals sind 25 % der US-Tierheimtiere reinrassig. Zudem existieren spezialisierte Rasse-Rettungen, z. B. für Golden Retriever oder Zwergrassen, in jeder größeren Stadt.

6. Tierheimtiere sind meist schmutzig.

Irrtum. Vor der Adoption werden sie gebadet, gebürstet, geimpft, entparasitiert und kastriert. Viele Einrichtungen bieten regelmäßige Pflege durch Freiwillige. Tiere riechen nun mal – geben Sie ihnen eine Chance! Die APL pflegt fast jeden Neuzugang.

7. Adoptionsgebühren sind überteuert.

Irrtum. Für Services im Wert von über 500 USD (Tests, Impfungen, Kastration, Pflege) zahlen Sie oft nur 250 USD oder weniger. Dunlap: „Herzwurmtests, Flohprävention, Impfungen gegen Tollwut, Bordetella und Staupe sind inklusive.“ Ein echtes Schnäppchen im Vergleich zu Züchtern – plus Lebensrettung!

8. Tierheimtiere haben Verhaltensprobleme.

Irrtum. „Viele denken: ‚Wenn sie im Tierheim sind, stimmt was nicht‘“, sagt Dunlap. „Die meisten sind tolle Familienhunde. Manche brauchen Training wegen früherer Besitzerfehler, aber das ist die Ausnahme.“ Perfektion gibt's nirgends – jedes Tier braucht Sozialisation.

9. Man lernt das Tier nicht richtig kennen vor der Adoption.

Irrtum. Viele Einrichtungen bieten Hausbesuche, Interaktionsräume und gründliche Beratung. Oft sind Adoptierende schneller überzeugt als das Team!

10. Tierheime sind traurige Orte.

Irrtum. Traurige Blicke? Besser als die Straße mit Hunger und Einsamkeit. Diese Tiere sind gerettet – sehen Sie das Glas halb voll!

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