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Top 10 ganzheitliche Tipps gegen Herbstallergien bei Hunden und Katzen – Von Dr. Patrick Mahaney, VMD

Von Patrick Mahaney, VMD

Unabhängig vom Wohnort rührt der herbstliche Sturm aus absterbenden Pflanzen, Trockenheit, Feuchtigkeit, kühleren Temperaturen und Wind Umweltallergene und Reizstoffe auf. Diese können Augen, Nase, Haut und andere Körpersysteme bei Menschen und Tieren reizen.

Häufige Symptome von Allergien sind:

  • Nasen- und Augenausfluss
  • Niesen
  • Husten
  • Pruritus (Juckreiz, Kratzen, Lecken oder Kauen an Körperteilen)
  • Fellverlust oder Verfärbungen (Tränen und Speichel enthalten Porphyrine, die helles Fell rosa bis braun färben)

Das starke Immunsystem der meisten Hunde und Katzen passt sich jahreszeitlichen Veränderungen an, sodass Symptome verschwinden. Bei Tieren, die das nicht allein schaffen, helfen Tierhaltern Bäder, Conditioner, Augentropfen, Ohrentropfen, Medikamente (Antihistaminika, Antibiotika, Steroide) oder Ergänzungen wie Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien.

Die Anpassungsfähigkeit eines Haustiers hängt von Faktoren ab wie:

  • Allgemeiner Gesundheitszustand (gesund vs. krank)
  • Grunderkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen (z. B. Krebs, Autoimmunerkrankungen, Morbus Cushing, Hypothyreose)
  • Immunmodulierende Medikamente (Chemotherapie, Steroide)
  • Ernährung (Vollwertkost vs. verarbeitetes Futter, Protein- oder Kohlenhydratallergien)
  • Expositionsgrad (gelegentlich vs. häufig)
  • Andere Einflüsse

Da unzählige Faktoren das Immunsystem beeinflussen, kann die Allergiebehandlung komplex sein. Als erfahrener Tierarzt empfehle ich diese 10 ganzheitlichen Tipps, die ganzheitliche Gesundheit und Umweltfaktoren berücksichtigen:

1. Halten Sie Ihr Zuhause allergenarm: Staubsaugen Sie Teppiche und Polster, waschen Sie Bettwäsche wöchentlich. Entsorgen Sie Staubsaugerbeutel außerhalb des Hauses.

2. Schließen Sie Fenster, nutzen Sie Klimaanlage im Sommer und Luftfilter ganzjährig.

3. Wechseln Sie Heiz- und Kühlsystemfilter nach Herstellerangaben.

4. Baden Sie Ihr Haustier alle 7–30 Tage (je nach Bedarf und Tierarztempfehlung). Das entfernt Allergene, tötet Bakterien, Hefen, Flöhe und hebt Schuppen ab.

5. Spülen Sie die Augen mit rezeptfreier Lösung nach Bedarf.

6. Lassen Sie jährlich eine Untersuchung beim Tierarzt durchführen, inklusive empfohlener Diagnostik.

7. Behandeln Sie Krankheiten rasch, da Entzündungen das Immunsystem schwächen.

8. Wenden Sie Parasitenmittel topisch/oral nach Tierarztanweisung an. Reduzieren Sie den Bedarf durch gründliche Umweltsanierung.

9. Füttern Sie frische, vollwertige Nahrung mit hochwertigem Protein, Gemüse, Obst, Fett und Ballaststoffen. Vermeiden Sie Futtermittelqualität, Mahlzeiten, Nebenprodukte, Künstliche Zusatzstoffe, Zucker oder ausgelassenes Fett.

10. Halten Sie ein ideales Gewicht (Body Condition Score 3/3) – Übergewicht fördert Entzündungen.

Ein Luftreiniger hilft ebenfalls. Bei mir haben geschlossene Fenster und laufender Filter Augen- und Nasenreizungen gemindert. Mein Hund Cardiff kaut und kratzt weniger. Zum Glück hat er keine Atemwegsprobleme wie ich.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Haustier einen allergiefreien Herbst voller Spaß – Laubhaufen, Kürbisse und Heureiten!