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5 Experten-Tipps zur Behandlung und Bekämpfung von Lymphom bei Hunden – Von Joanne Intile, DACVIM

Von Joanne Intile, DACVIM

Lymphom ist eine blutübertragene Krebsform der Lymphozyten, einer Art weißer Blutkörperchen. Es handelt sich um die häufigste Krebserkrankung bei Hunden. Die gängigste Variante ist das hochgradige lymphoblastische B-Zell-Lymphom, das dem menschlichen Non-Hodgkin-Lymphom ähnelt. Als eine der am besten behandelbaren Krebsarten bei Hunden bietet es dank neuer zielgerichteter Therapien, monoklonaler Antikörper und Knochenmarktransplantationen zukünftige Heilungschancen. Ob Ihr Hund kürzlich diagnostiziert wurde, in Behandlung ist oder Sie Prävention suchen – diese Tipps aus meiner langjährigen Praxis als board-zertifizierte Veterinary Internal Medicine Specialist helfen Ihnen weiter.

1. Betasten Sie Ihren Hund regelmäßig!

Viele Hunde mit Lymphom wirken trotz Krebs normal. Vergrößerte Lymphknoten unter dem Kinn, vor den Schultern oder hinter den Knien können das einzige Zeichen sein. Frühe Erkennung macht Ihren Hund behandelbar. Schauen Sie sich dieses hilfreiche Video an, um Lymphknoten richtig zu lokalisieren. Lassen Sie bei Verdacht Ihren Tierarzt prüfen – je schneller, desto besser.

2. Fordern Sie eine Überweisung zu einem zertifizierten Tieronkologen an.

Bei Krebsverdacht überweist Ihr Hausarzt Sie an einen Onkologen – genau so für Hunde. Eine Konsultation verpflichtet nicht zu einem Plan, ermöglicht aber fundierte Fragen zu Prognose, Tests und Optionen. Als Spezialisten kennen Tieronkologen die neuesten Diagnosemethoden und Therapien, inklusive eines kürzlich zugelassenen Medikaments, das nur ihnen verfügbar ist.

3. Schließen Sie eine Haustierversicherung ab.

Viele Policen erstatten Kosten für Diagnostik und Krebsbehandlung, wenn der Vertrag vor der Diagnose besteht – nicht für laufende Fälle. Ausgaben reichen von Hunderten bis Tausenden Euro. Versicherung entlastet finanziell und eröffnet Optionen. Manche Anbieter haben spezielle „Krebsreiter“ für höhere Erstattungen.

4. Starten Sie Prednison/Steroide nicht vor der Onkologen-Konsultation, es sei denn zwingend notwendig.

Prednison lindert Entzündungen und tötet einige Krebszellen, wird aber oft zu früh gegeben. Problem 1: Es verfälscht Tests wie Blutbilder, Röntgen oder Ultraschall, sodass Staging unmöglich wird. Problem 2: Es kann Resistenz gegen Chemotherapie fördern, was Ansprache und Dauer verkürzt. Ausnahme: Akute Symptome wie Appetitlosigkeit oder Atemnot.

5. Keine Ergänzungen, Vitamine oder Diäten ohne tierärztlichen Rat.

Internet-Suchen zu „Hunde-Lymphom“ ergeben Tausende Treffer zu „natürlichen“ Mitteln – oft ohne Evidenz. „Es schadet nicht“ ist falsch; Antioxidantien können Chemotherapie stören oder Krebswachstum fördern. Sprechen Sie immer mit Ihrem Tierarzt. Prävention ist schwierig, aber Rassen wie Golden Retriever, Labrador, Boxer oder Bulldogge sind anfälliger – besprechen Sie Überwachung.