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Tipps von Tierärztin Mindy Cohan: So geben Sie Ihrem Haustier Pillen mühelos

Von Mindy Cohan, VMD

Die Verabreichung oraler Medikamente an Katzen oder Hunde stellt viele Tierbesitzer vor eine Herausforderung. Wenn Ihr Tierarzt Pillen verschreibt, hat er das Wohl Ihres Lieblings im Blick. Mit bewährten Techniken wird es machbar – hier sind praxisnahe Tipps aus meiner langjährigen Erfahrung als Tierärztin.

Medikamente geschickt im Futter verstecken

Ein bewährter Ansatz: Nutzen Sie leckere Nahrungsmittel zur Tarnung. Butter, Erdnussbutter, Frischkäse, Wurstwaren wie Salami oder Leberwurst sowie streichfähiger Käs oder Dosenkäse (für Hunde) eignen sich hervorragend.

Kleine Portionen Eiscreme oder Joghurt verbergen die Pille und erleichtern das Schlucken.

Kommerzielle Pillen-Leckerlis in verschiedenen Geschmacksrichtungen, auch für Allergiker geeignet, formen sich um die Tablette. Wichtig: Halten Sie die Portion klein, damit die Pille nicht gekaut wird.

Manchmal scheitert es trotzdem – Ihr Haustier spuckt die Pille aus oder versteckt sie. Warten Sie dann 30 Minuten, bevor Sie einen neuen Versuch starten. Für futtergierige Tiere: Geben Sie zuerst ein normales Leckerli, dann die getarnte Pille und abschließend ein weiteres als Belohnung. Erzeugen Sie Vorfreude, um den Erfolg zu sichern.

Weitere effektive Methoden zur Medikamentengabe

Falls Futtertricks nicht greifen, kontaktieren Sie Ihren Tierarzt für Alternativen wie aromatisierte Flüssigmedikamente. Compounding-Apotheken bieten Geschmacksvarianten (Huhn, Rind, Fisch) an, die sich leicht in Futter mischen lassen. Aromatisierte Tabletten werden oft freiwillig gefressen – viele Besitzer sind positiv überrascht.

Zum Äußersten: Direkte Pillengabe. Für Hunde einfacher, bei Katzen mit Übung machbar. Lassen Sie sich die Technik in der Praxis zeigen oder schauen Sie Tutorials online.

Bei Widerstand hilft die Pillenpistole: Ein plastikrohrförmiges Gerät, das die Pille sicher in den Rachen schießt und Verletzungen vermeidet.

Achten Sie stets auf das Verhalten Ihres Tiers. Vermeiden Sie Zwang bei Schmerzen oder Angst – brechen Sie ab, um Bissverletzungen zu verhindern. So schützen Sie sich und Ihr Haustier.