Von Stacia Friedman
Denken Sie, Ihre Katze lernt nur, davonzurennen, wenn Sie die Futterdose öffnen? Weit gefehlt! Hinter diesem rätselhaften Blick steckt ein Wesen, das Sie beeindrucken möchte.
„Katzen verstehen oft nicht, was wir von ihnen erwarten“, erklärt Dr. Carlo Siracusa, Clinical Assistant Professor of Animal Behavior an der University of Pennsylvania School of Veterinary Medicine. „Ignorieren wir ihre Signale, frustrieren sie sich und reagieren aggressiv – mit Kratzen oder Beißen. Positives Training kommuniziert Ihre Wünsche ruhig und spielerisch.“
Katzen-Training schärft den Geist Ihrer Katze, fördert Bewegung und verhindert Probleme wie übermäßiges Putzen oder Möbelzerkratzen. Es schafft eine sicherere, harmonischere Umgebung für Mensch und Tier.
Effektive Methoden zum Katzen-Training
Empfohlen von Tierverhaltensforscherin Dr. Ilana Reisner: Clicker-Training. „Es formt Verhalten in kleinen Schritten und hält die Katze motiviert“, betont sie.
Kaufen Sie einen Clicker im Zoofachhandel oder imitieren Sie den Klick mit Zunge oder Kussgeräusch. Klicken Sie direkt nach dem gewünschten Verhalten und belohnen Sie mit einem Leckerli. Wiederholen Sie konsequent.
Samantha Martin, Direktorin der Amazing Acro-Cats (einer der vier US-tourenden Katzenzirkusse), trainiert rette Katzen damit. „Unsere Shows zeigen Katzenpotenzial und Clicker-Vorteile“, sagt sie.
Targeting: Die Katze berührt mit der Nase ein Ziel (z. B. Bleistift oder Löffel). Starten Sie ablenkungsfrei, halten Sie es 2,5 cm vor die Nase. Bei Berührung: Leckerli! Wiederholen Sie mehrmals. Manche Katzen lernen schnell, andere brauchen Tage mit kurzen Sessions (5–10 Versuche). Bei Desinteresse: Ziel in Thunfischsaft tauchen. Nutzen Sie es für Tricks wie Drehen, Umdrehen oder Hochstehen.
Immer positive Verstärkung: Belohnen Sie mit Lieblingsleckerlis wie Fleischstückchen, Huhn, Thunfisch oder Bonitoflocken (aus Zoohandlungen). Fragen Sie Ihren Tierarzt nach geeigneten Optionen.
Training schützt auch: Lehren Sie „Bett“ bei Stressquellen wie Kindern oder Hunden. Legen Sie Matte hin, clickern/belohnen jede Interaktion – von Schnüffeln bis Hinlegen. Fügen Sie später „Bett“ oder „Geh ins Bett“ hinzu.
Tipps für erfolgreiches Katzentraining
Trainieren Sie vor der Fütterung – maximale Motivation! Sessions maximal 15 Minuten, mehrmals täglich. Bei Desinteresse: Stopp.
Zwingen Sie nie (z. B. Hintragen). Nur Trainingsleckerlis verwenden – sonst dreht sich das Training um!
Katzen lernen anders als Hunde, mit kürzerer Spanne. Junge Katzen sind flexibler, sagt Siracusa.
Probieren Sie es aus – Ihre Katze könnte Sie überraschen!