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Katzen richtig einführen: Experten-Tipps für stressfreies Zusammenleben

Am 30. März 2020 von Dr. Manette Kohler, DVM, überprüft und auf Richtigkeit aktualisiert

Haben Sie eine Katze, die bereits mit anderen Katzen harmoniert hat? Das ist ein gutes Zeichen, doch Katzen sind territoriale Wesen und heißen nicht jede Neuankömmling herzlich willkommen. Als erfahrene Tierverhaltensspezialisten wissen wir: Die Einführung erfordert Geduld und Feingefühl. Planen Sie mit ausreichend Zeit, damit sich Ihre Katzen optimal aneinander gewöhnen.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die passende Katze finden und sie schrittweise vorstellen – basierend auf bewährten Methoden von zertifizierten Experten.

Die richtige Katze für Ihren Stubentiger finden

Das Zusammenpassen von Katzen ähnelt der Suche nach dem idealen Mitbewohner: Beachten Sie Persönlichkeit und Energieniveau. "Je ähnlicher die Katzenpersönlichkeiten, desto besser die Chancen", erklärt Megan Maxwell, zertifizierte Tierverhaltensforscherin aus Blacksburg, Virginia. "Verspielte Katzen vertragen sich super mit einem frechen Kätzchen – ein ruhiges Senior aber stößt mit einem Wildfang schnell aneinander."

Schritt-für-Schritt: Katzen erfolgreich einführen

Glücklicherweise können Sie die erste Begegnung positiv gestalten. Folgen Sie diesen bewährten Schritten, um Konflikte zu vermeiden.

Keine Eile bei der ersten Vorstellung

Bereiten Sie alles vor, bevor die neue Katze einzieht. Eine abrupte Begegnung kann die Beziehung nachhaltig belasten, warnt Pam Johnson-Bennett, zertifizierte Tierverhaltensberaterin. "Beide Katzen schalten in den Überlebensmodus und starten feindselig – das prägt oft langfristig", schreibt sie in ihrem Buch Starting from Scratch: How to Correct Behavior Problems in Your Adult Cat.

Zuerst getrennt halten

Unterbringen Sie die Neue in einem separaten Raum fernab des Hauptbereichs Ihrer Hauskatze. Trennen Sie sie mit einer festen Tür; jede bekommt eigenes Futter, Wasser, Klo und Kratzbaum. Lassen Sie sie sich entspannen und unter der Tür beschnüffeln – so gewöhnen sie sich bedrohungsfrei aneinander.

Schaffen Sie positive Assoziationen: Stellen Sie Futterschalen nah zur Tür, aber sicher getrennt. Erhöhen Sie die Nähe schrittweise über Tage oder Wochen – überstürzen Sie nichts.

Duftübertragung für mehr Vertrautheit

Übertragen Sie Gerüche per Socke: Reiben Sie das Gesicht Ihrer Hauskatze ab und legen Sie die Socke zur Neuen, und umgekehrt. So lernen sie sich sicher kennen. Das Video von Johnson-Bennett zeigt den Prozess detailliert.

Neue Katze frei erkunden lassen

Lassen Sie die Neue zweimal täglich eine Stunde das Haus erkunden, während die Hauskatze isoliert ist. So markiert sie ihr Revier und trifft auf vertraute Düfte – eine ideale Erweiterung der Duftübertragung. Weiter nur bei entspanntem Verhalten.

Visualer Kontakt mit positiver Verstärkung

Installieren Sie ein hohes Babygitter (teilweise abgedeckt) in der Tür. Füttern Sie Leckerlis, während die Katzen sich kurz sehen. "Kurzer Blick, große Belohnung – nur mit Lieblingsleckerlis", rät Matthew Wildman, Katzenexperte bei der Humane Society of the United States.

Wiederholen Sie täglich, bis sie ruhig bleiben. Enthüllen Sie schrittweise mehr Gitter, nähere Futterstellen und längere Sessions. Assoziieren Sie die andere Katze mit Genuss.

Spielzeit integrieren

Bei Erfolg: Spielen Sie mit interaktiven Toys wie Beutespielzeug. Beginnen Sie getrennt oder mit Gitter, halten Sie Sessions kurz und positiv. Ende immer vor negativen Signalen.

"Schnurren, Reiben oder entspanntes Hinlegen signalisieren Grünes Licht – belohnen Sie das", sagt Maxwell. Ohne Gitter spielen, wenn keine Aggressionen drohen.

Barriere abbauen und überwachen

Bei friedlichem Fressen/Spielen: Lassen Sie sie beaufsichtigt zusammen. Halten Sie eine Pappe bereit zur Trennung bei Starren oder Anpirschen. Lenken Sie ab mit Spielzeug oder Leckerlis.

"Besser Pappe als Hände nutzen", empfiehlt Maxwell. Erhöhen Sie schrittweise die gemeinsame Zeit, immer unter Aufsicht. Die Neue erkundet weiter solo.

"Geduld zahlt sich aus – Rückschritte sind normal", betont Wildman. Bei Stresszeichen wie Verstecken, Fremdurinieren oder Überputzen: Mehr positive Sessions oder zertifizierten Verhaltenstierarzt konsultieren.

Von: Lynne Miller