Am 2. Januar 2019 von Katie Grzyb, DVM, auf Genauigkeit geprüft und aktualisiert
Hinter jedem Katzenverhalten steckt ein Grund. Das Verständnis natürlicher Instinkte spart Ihnen Zeit, Energie und Nerven, wenn Ihre Katze Teppiche oder Möbel zerreißt.
Bevor Sie das Kratzen unterbinden, verstehen Sie warum Katzen kratzen – es ist essenziell für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden.
Warum kratzen Katzen?
Dr. Leslie Sinn, CPDT-KA, DVM und Gründerin von Behavior Solutions for Pets, erklärt: „Kratzen ist ein normales Verhalten. Katzen dehnen sich, pflegen ihre Krallen für die Jagd, lösen alte Nagelüberzüge und markieren ihr Territorium. Wir nennen es destruktiv, nur weil es unsere Möbel trifft.“
Kratzen ist natürlich und gesund. Leiten Sie es um, statt es zu stoppen. Lisa Stemcosky, CCBC, CPDT-KA, SBA und Gründerin von Pawlitical Correct, betont: „Katzen wollen nicht zerstören. Sie kratzen instinktiv, um Krallen zu schärfen, Territorium zu markieren, Aufregung oder Stress abzubauen.“
Kratzen hält Katzen ausgeglichen – wie Futter oder Wasser. Stemcosky rät: „Ändern Sie das Verhalten nicht, lehren Sie geeignete Orte. Katzen kratzen in sozialen, wichtigen Zonen.“
Verhalten richtig umleiten
Stemcosky empfiehlt: „Machen Sie unerwünschte Stellen unattraktiv, z. B. mit Folie auf dem Sofa. Bieten Sie passende Alternativen und belohnen Sie die Nutzung mit Leckerlis.“ Eine Studie zeigt: Katzen bevorzugen hohe, stabile Sisal-Pfosten.
Katzenkratzer sind ideal. Passen Sie sie an:
- Kratzt sie seitlich an Möbeln? Wählen Sie Kratzbäume oder hängende Modelle. Bei Teppichliebhabern: Horizontale Kratzkästen.
- Substrat testen: Sisal ist top, aber auch recycelter Karton oder Teppich.
- Platziere den Kratzer genau dort, wo sie kratzt. Katzenminze lockt – belohnen Sie den richtigen Einsatz.
Verstehen und befriedigen Sie Instinkte für ein harmonisches Zuhause.
Gefahren von Abschreckmitteln und Entkrallen
Entkrallen (Amputation von Zehenteilen) ist in vielen Städten illegal, schadet Klettern, Schutz und verursacht Schmerzen. Viele Shelters verbieten es. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über Alternativen.
Dr. Sinn und Stemcosky warnen vor Sprays: „Bestrafung wie Dosenluft schadet. Katzen lernen nur, bei Ihnen zu pausieren.“ Pheromon-Sprays sind 50:50 wirksam. Besser: 15 Minuten täglich spielen, streicheln – Katzen brauchen Bewegung und Nähe.