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Medikamente im Hundefutter zerkleinern: Ist das erlaubt? Tipps von Tierärztin Dr. Jessica Vogelsang

Von Dr. Jessica Vogelsang, Tierärztin (DVM)

Die Verabreichung von Medikamenten ist eine der größten Herausforderungen in der Veterinärmedizin. Viele Tierbesitzer kämpfen damit, ihren Hund zum Schlucken zu bringen – ein Hauptgrund für Therapieabbrüche. Häufig fragen sie: Kann ich die Tablette einfach im Futter zerkleinern?

Zuerst prüfen Sie, ob das Medikament überhaupt zerkleinert werden darf. Tabletten mit magensaftresistenter Beschichtung oder Kapseln sind dafür nicht geeignet, da sie tiefer im Verdauungstrakt wirken sollen.

Selbst bei zerkleinerbaren Pillen schmeckt der bittere Inhalt oft durch. Viele Hunde spucken das Futter aus, nachdem sie den Geschmack bemerkt haben – wie bei einem Aspirin, das bitter nachhallt. So bleibt unklar, wie viel der Dosis Ihr Hund wirklich aufgenommen hat.

Besser: Verbergen Sie die Pille ganz in Futter oder einer Tablettentasche. Für wählerische Hunde empfehle ich Pillenpistolen oder Techniken, die Ihr Tierarzt zeigt.

Falls nichts hilft, lassen Sie das Medikament in einer Spezialapotheke (Compounding Pharmacy) umformulieren – z. B. als leckeren Käse-, Hühner- oder Rindfleischgeschmack, der selbst Feinschmecker täuscht.