Am 26. November 2018 von Katie Grzyb, DVM, auf Genauigkeit überprüft und aktualisiert
Chronische Erkrankungen oder Erkrankungen mit laufender Behandlung können Hundebesitzer stark belasten. Beispiele sind Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz oder schmerzhafte Gelenkprobleme – und viele weitere wie Hautallergien, Herzkrankheiten oder chronische Darmerkrankungen, etwa Nahrungsmittelallergien, wie Dr. Suzy Fincham-Gray, ACVIM, erklärt.
Viele dieser Zustände lassen sich mit speziellen Diäten, verschreibungspflichtigen Medikamenten und tierärztlicher Betreuung gut managen, betont Dr. Fincham-Gray. Entscheidend ist ein klarer Aktionsplan, der nicht nur Ihrem Hund hilft, sondern auch Ihren emotionalen Stress mindert.
Ein solcher Plan entlastet Sie nachhaltig. Hier sind bewährte Strategien von Expertinnen wie Dr. Heidi Cooley, DVM von Banfield Pet Hospital.
Sorgen Sie für Ordnung
Bei mehreren Medikamenten und Terminen droht der Überblick zu gehen. Organisation reduziert Stress und vereinfacht den Alltag.
Starten Sie mit einem Notizbuch: Ein Abschnitt für persönliche Infos wie Belohnungen oder Lieblingsfutter, der Rest für Medikamente, Pläne, Operationen und Laborergebnisse, rät Dr. Cooley. Nehmen Sie es zur Praxis mit, um es aktuell zu halten und Fragen zu notieren.
Ergänzen Sie einen haustierspezifischen Kalender im Kühlschrank oder Smartphone sowie Arbeitsblätter für Medikamente. Wöchentliche Pillendosen sind ideal bei mehrmal täglicher Gabe, empfiehlt Dr. Fincham-Gray. Smartphone-Alarme verhindern Nachfüllprobleme.
Nutzen Sie Wandkalender auch für Symptome: Das gibt Ihrem Tierarzt wertvolle Einblicke.
Seien Sie offen für Ernährungsumstellungen
Die richtige Fütterung ist oft zentral für den Erfolg, sagt Dr. Fincham-Gray: Sie unterstützt bei Diabetes, Nierenproblemen, Darmerkrankungen, Arthritis oder Krampfanfällen.
Von Diätfutter profitieren vor allem Hunde mit Nieren-, Harnwegs- oder Diabetesproblemen, ergänzt Dr. Cooley. Es ergänzt Therapien optimal.
Chronisch Kranke reagieren sensibel auf Futterwechsel. Arbeiten Sie eng mit Ihrem Tierarzt zusammen und melden Sie Veränderungen. Appetitverlust oder Geschmacksveränderungen erfordern ggf. Alternativen.
Passen Sie die Heimumgebung an
Je nach Symptomen – Mobilitätseinschränkungen, Inkontinenz, Schmerzen – erleichtern Anpassungen das Leben Ihres Hundes und Ihres.
Bei Sehbehinderung: Möbel klar platzieren. Bei Bewegungsproblemen: Babygitter, Rampen, rutschfeste Teppiche, Indoor-Toiletten, rät Dr. Cooley. Teppiche, Aut rampen und Bettrampen helfen ebenfalls, schlägt Dr. Fincham-Gray vor.
Sichere Heizkissen lindern Gelenkschmerzen; das passende Bett sorgt für Komfort.
Erwägen Sie ergänzende Therapien
Neben Medikamenten oder OP können Akupunktur, Supplements, Physiotherapie Schmerzen mindern und Heilung fördern.
Integrative Medizin verbessert die Lebensqualität durch Symptomlinderung, sagt Dr. Cooley. Optionen: Kräuter, Akupunktur, Ultraschall, Hydrotherapie, Chiropraktik, Reiki.
Fragen Sie immer Ihren Tierarzt – besonders bei Supplements, warnt Dr. Fincham-Gray.
Beschäftigen Sie ihr Gehirn
Auch bei reduzierter Aktivität bleibt Beschäftigung essenziell für Lebensqualität, betont Dr. Cooley.
Statt Apportieren: Ball rollen lassen. Puzzle-Spielzeuge wie Trixie Activity Poker Box oder ZippyPaws Burrow bekämpfen Langeweile. Gehorsamstraining oder Tricks stimulieren geistig.
Passen Sie an die Grenzen an. Kuscheln, Streicheln stärken die Bindung – besonders bei chronischer Krankheit, rät Dr. Fincham-Gray.